Die Katar-Krise erreicht Mekka. Die Saudis werten eine angebliche Äußerung der Katarer als Kriegserklärung, die es so nie gegeben hat, und Katar sieht in dem Versuch die Politisierung des Hadsch. Noch immer pocht Saudi-Arabien auf die Annahme seiner Forderungen.

Im saudisch geführten Al Arabiya Sender wurde am Sonntag eine Forderung diskutiert, laut welcher Katar die Internationalisierung der heiligen Pilgerstätte Mekka fordere.

Der katarische Außenminister Sheikh Mohammed bin Abdulrahman al-Thani aber wies von sich, dass Katar eine solche Forderung jemals gestellt habe.

Im Al Arabiya Fernsehen hieß es:

Katars Forderungen, die heiligen Stätten zu internationalisieren, ist aggressiv und eine Kriegserklärung gegen das Königshaus. 

Der katarische Außenminister äußerte sich dazu gegenüber Al Jazeera:

Wir sind es müde, auf jede falsche Information und erfundene Geschichte zu reagieren. 

Am 5. Juni schlossen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain die Grenzen zu Katar. Sie bezichtigen Katar der Terrorunterstützung und die Sicherheit sowie Stabilität der Golf-Region zu untergraben. In erster Linie sind es aber die Beziehungen des Wüstenemirats zum saudischen Erzrivalen Iran, die den Golfstaaten ein Dorn im Auge sind.

Aus katarischer Sicht politisierten die Saudis nun den Hadsch und äußerten Besorgnis bei den Vereinten Nationen, dass es für Pilger aus Katar schwierig werden könnte Mekka zu besuchen.

Quelle: RT

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