Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat am Montag mehr als 21.000 E-Mails des Wahlkampfteams des französischen Präsidenten Emmanuel Macron veröffentlicht. Alle dieser Mails seien verifiziert, betont die Plattform.

Die Korrespondenz stammt demnach aus dem Zeitraum von März 2009 bis April 2017. WikiLeaks verfügt eigenen Angaben zufolge über viel mehr Materialien – bislang sei nur ein Teil davon verifiziert bzw. systematisiert worden. Die restlichen E-Mails seien höchstwahrscheinlich auch echt, fügte die Plattform in einer Mitteilung hinzu.

„Als Kontext steht ein komplexes Archiv von mehr als 71.800 E-Mails zur Verfügung, die rund 26.500 Anhänge von knapp 5.000 Absendern beinhalten“, teilte WikiLeaks mit.

 

Einen Tag vor der Stichwahl in Frankreich Anfang Mai 2017 hatte das Lager des Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron einen massiven Hackerangriff auf seine E-Mail-Accounts beklagt. Einige Stunden nach der Attacke wurden rund neun Gigabyte an Daten veröffentlicht. Laut Macrons Team sind echte Dokumente gestohlen und zusammen mit angeblich gefälschten ins Netz gestellt worden.

Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform, hatte noch im Winter über einen „belastenden Briefwechsel“ des französischen Politikers gesprochen. Die Angaben sollen aus einer Privatkommunikation mit der Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton stammen.

Wie der Chef der französischen Nationalen Agentur für Sicherheit von Informationssystemen (ANSSI), Guillaume Poupard, Anfang Juni mitteilte, war „der Hackerangriff so unspezifisch und einfach, dass ihn praktisch jeder hätte verüben können“.

 

Quelle: Sputnik