Der russische Hersteller Kronschtadt baut an einem unbemannten Militär-Hubschrauber mit einer Masse von bis zu sieben Tonnen. Dank Schubvektorsteuerung soll die neue Maschine – anders als konventionelle Drohnen – zu Senkrechtstarts fähig sein, während ihr Einsatzradius mit bis zu 3000 Kilometern deutlich größer als bei Hubschraubern sein soll.

Sobald das Triebwerk fertig sei, werde zuerst eine zwei Tonnen schwere Heli-Drohne gebaut, die voraussichtlich 2020 erstmals in die Luft steigen werde, sagte Kronschtadt-Vizechef Wladimir Woronow am Mittwoch. Drei Jahre später solle die schwerere Modifikation ihren Jungfernflug absolvieren, die bei einer Masse von sieben Tonnen und einer Nutzlast von 1000 Kilogramm einen Einsatzradius von 3000 Kilometern haben werde: „Für einen Hubschrauber eine unvorstellbare Distanz.“

Beide Flugapparate sollen sowohl zu Aufklärungs- und Transportzwecken als zu Angriffen genutzt werden können. Als Grundlage diene der 2016 vorgestellte Senkrechtstarter Fregat, weshalb selbst die 7-Tonnen-Modifikation keine Start- und Landebahn brauchen werde, so Woronow. „Alle unsere Flugplätze sind unserem wahrscheinlichen Gegner bekannt. Unserer Fregat reicht für Start und Landung eine kleine Waldwiese aus.“

Nach dem Senkrechtstart werde die Drohne bei Bedarf zum Horizontalflug übergehen können, um Kerosin zu sparen. Bisher ist die amerikanische RQ-4B Global Hawk mit einer Masse von 6,7 Tonnen die größte in Serie gefertigte Militärdrohne der Welt.

 

Quelle: Sputnik

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