Das russische Verteidigungsministerium hat die Berichte über geheime Kriegsgräber von russischen Militärs, die in Syrien angeblich ums Leben gekommen waren, dementiert.

„Es gibt und gab keine angeblich ‘geheimen’ Gräber von russischen Armeeangehörigen die in Syrien umgekommenen sein sollen“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Mittwoch. „Die Versuche, private Personen, die weder mit den Streitkräften noch mit der Operation in Syrien etwas zu tun haben, als solche (russische Militärs – Anm. d. Red.) auszugeben, sind vom Anfang bis Ende erlogen.“

Damit reagierte Russlands Militärbehörde auf den jüngsten Bericht der Agentur Reuters, laut dem mindestens 40 Russen, darunter 17 Militärs und 21 Mitarbeiter privater Militärfirmen, seit Anfang des Jahres in Syrien umgekommen wären. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sind in diesem Zeitraum zehn russische Armeeangehörige umgekommen.
Konaschenkow zufolge versucht die Agentur Reuters bereits nicht zum ersten Mal, die Operation der russischen Streitkräfte zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (auch IS, Daesh) und zur Wiederherstellung des Friedens in Syrien zu diskreditieren.

„Es ist schwer, die Hysterie von Reuters über die angeblichen ‚Massenopfer‘ von ‘russischen Bombardements‘ in Aleppo Anfang 2017 zu vergessen, während sich damals kein einziger russischer Jet der Stadt angenähert hatte“, betonte Konaschenkow. „Es ist genauso schwer, die darauffolgende ‘Taubheit’ der Agentur in Bezug auf die Indizien von Brutalitäten der Kämpfer in Aleppo oder die heutige ‚Blindheit‘ gegenüber den massenhaften Opfern unter den Zivilisten in Rakka und Mossul infolge von Bombardements der US-geführten Koalition (zu vergessen – Anm. d. Red.)“, so der russische Armeesprecher.
Diese neue Information setze diese Linie fort. „Als Quellen werden erneut Gerüchte, Daten aus den sozialen Netzen sowie erfundene Gespräche mit angeblich ‚verängstigten‘ anonymen ‚Verwandten und Bekannten‘ genannt“, sagte Konaschenkow und unterstrich, dass im Bericht selbst die russischen Armeeangehörigen nur erwähnt würden, wobei es sich vor allem um gewisse Freiwillige handele.

„Russlands Verteidigungsministerium ist bekannt, wer der Auftraggeber dieses Berichts von Reuters ist und wer diesen vorzubereiten half“, so Konaschenkow abschließend.

 

Quelle: Sputnik