Das muslimisch geprägte Tschetschenien, das nach einem langen und blutigen Bürgerkrieg in den neunziger Jahren heute wieder unumstrittene rusissche Einflußzone ist, gerät immer wieder wegen der angeblichen Verfolgung Homosexueller ins Gerede. Dazu hat jetzt der tschetschenische Republikchef Ramsan Kadyrow, der als verläßlicher Verbündeter von Kremlchef Putin gilt, in einem Interview mit dem US-Sender HBO Stellung genommen. Darin ging es unter anderem darum, daß in Tschetschenien Dutzende schwule Männer gefoltert und ermordet worden sein sollen.

Reporter David Scott sprach Kadyrow auf diese Berichte an. Das sei Unsinn, sagte Kadyrow. Dann fügte er hinzu: „Bei uns gibt es solche Leute gar nicht. Wir haben keine Schwulen. Und wenn es sie gibt, nehmt sie mit nach Kanada, weit weg von uns, damit unser Blut gesäubert wird.”

 

Quelle: Zuerst

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