Der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für die Internationale Allianz gegen den „Islamischen Staat“, Brett H. McGurk, hat bei einem Briefing am Freitag über die Kontakte der russischen Seite in Bezug auf die Regelung der syrischen Krise gesprochen.

Laut McGurk hat die verschärfte Lage in den Beziehungen zwischen den USA und Russland auf das Zusammenwirken der beiden Länder in Bezug auf Syrien bislang noch keine Auswirkungen gezeigt. Dabei beschränke sich der größte Teil dieser Kooperation auf „professionelle Kontakte auf militärischer Ebene», so der Sonderbeauftragte.

Bei seinem Auftritt hob McGurk die Waffenruhe im Südwesten Syriens als Erfolg in der US-russischen Zusammenarbeit hervor. „Die Ergebnisse sind bislang ganz ermutigend. Die Zusammenstöße haben fast aufgehört», sagte er.

Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Konfliktparteien die Waffenruhezone „Meter um Meter» auf der Landkarte vereinbart hätten, sagte McGurk. In diese Zone würden bereits Zivilisten zurückkehren.

Zudem bestätigte er die Bereitschaft der Vereinigten Staaten, die Bildung von neuen Waffenruhezonen in Syrien auf der militärischen Ebene zu erwägen.

McGurk ging auch auf die Lage in Deir ez-Zor ein, wo die syrische Armee „früher oder später wahrscheinlich Erfolg erzielen» und die Belagerung durchbrechen werde. Allerdings sei unklar, inwieweit sie vorrücken können würde, so McGurk. Deshalb seien die USA bereit, dieses Thema mit den russischen Militärs „ziemlich ausführlich» zu besprechen.

Eine besondere Aufmerksamkeit schenkte McGurk auch der Lage um die syrische Stadt Tabqa, wo sich regierungsnahe Milizen nicht weit von den US-Kräften aufhalten. In eben dieser Region hatten die USA am 18. Juni ein syrisches Militärflugzeug abgeschossen.

Der Vorfall habe dazu beigetragen, dass „Konfliktvermeidungslinien mit Russland» gezogen worden seien, um die Stärkung der Militärkampagne in Raqqa, wo es inzwischen rund 2000 IS-Kämpfer gebe, zu fördern und „damit es klar wird, wo sich ihre und unsere Kräfte befinden», äußerte McGurk.

„Das funktioniert außerordentlich gut. Unsere Militärs sprechen mit den Russen täglich. Und wir haben natürlich diplomatische Konsultationen zu solchen Fragen deutlich seltener, aber wenn es nötig ist», sagte der Sonderbeauftragte.

Zudem verwies McGurk auf die Kontakte auf der Ebene der Außenminister der beiden Länder, nämlich auf das Treffen des US-Außenministers Rex Tillerson und seines russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, das am Wochenende am Rande des ASEAN-Forums in Manila stattfinden soll.

 

Quelle: Sputnik