Der serbische stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Ivica Dacic hat die Äußerungen des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten Mike Pence bezüglich der Rolle Russlands auf dem Balkan gekontert. Dies melden verschiedene lokale Medien.

Zur Erinnerung: Pence nahm am Gipfel der sogenannten „Adriatischen Charta“ in Podgorica (Hauptstadt von Montenegro) teil, wo er außerdem mehrere bilaterale Treffen hatte. Bei diesen warf er Russland vor, die Balkanregion zu destabilisieren und nannte es „ein unberechenbares Land, das einen Schatten aus dem Osten wirft“.
„Russland versucht weiterhin mit Gewalt, die Grenzen auf dem Westbalkan neu zu ziehen. Es hat versucht, die Region zu destabilisieren und uns und den Rest Europas zu teilen. Diese Absichten wurden bereits im letzten Jahr sichtbar, als Moskauer Agenten versucht haben, die Wahlen platzen zu lassen und sogar den Premierminister zu töten, um das Volk von Montenegro davon zu überzeugen, nicht der Nato beizutreten“, erklärte Pence. Weiterhin unterstrich er, von Donald Trump zum Gipfel geschickt worden zu sein, „als Zeichen der ununterbrochenen Hinwendung der USA zum Balkan“.

Als Reaktion darauf antwortete Dacic: „Beim Gipfel der ‚Adriatischen Charta‘ in Podgorica war Serbien als Beobachterstaat anwesend. Das bedeutet nicht, dass wir mit Allem einverstanden sind, was dort gesagt wurde; darunter auch nicht, dass Russland hier mit Gewalt die Grenzen neu zieht. Wenn es um die Neuziehung der Grenzen geht, so ist es gerade der Westen, der das mit Serbien gemacht hatte.“

Weiterhin fügte er hinzu, dass Serbien von Pence die versprochene Unterstützung für die Region erwarte; gleichzeitig aber auch, dass jedes Land eigenständig Entscheidungen über seine Zukunft treffen kann.
„Serbien weiß selbst, was für es das Beste ist“, unterstrich der serbische Außenminister.

 

Quelle: Sputnik