Großbritannien ist bereit, bis zu 40 Milliarden Euro zur Begleichung seiner finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union nach seinem Austritt aus dieser Gemeinschaft zu zahlen. Dies berichtete am Samstag die Zeitung „The Telegraph“ unter Verweis auf Quellen in Regierungskreisen.

 „Großbritannien ist bereit, der Europäischen Union bis zu 36 Milliarden Pfund (etwa 40 Milliarden Euro) gemäß der so genannten Brexit-Rechnung zu zahlen. Ranghohe Regierungsbeamte meinten, dass ein solcher Vorschlag,  in dem erstmals die genaue Summe genannt sei, die einzige Methode zur Überwindung der entstandenen Sackgasse im Verhandlungsprozess sei“, schreibt „The Telegraph“.

Es wird hervorgehoben, dass Großbritannien diese Summe nur in dem Fall zahlen werde, wenn die EU zustimmt, „die finanzielle Regelung als Teil des Vertrags über die künftigen Beziehungen, einschließlich einer Handelsvereinbarung, zu betrachten“.

Im Mai hatte der britische Minister für den EU-Austritt, David Davis, erklärt, dass London aus dem Brexit-Verhandlungen mit der EU austreten könne, sollte Brüssel weiterhin bei seiner Forderung bleiben, dass London der EU 100 Milliarden Euro zahlt. Die EU-Behörden bestehen darauf, dass Großbritannien vor dem Brexit die im Rahmen der EU-Mitgliedschaft früher übernommenen finanziellen Verpflichtungen erfüllen müsse. Laut Medienberichten kann sich diese Summe auf 60 bis 100 Milliarden Euro belaufen. Indes sei Großbritannien offiziell noch keine „Rechnung für den Austritt aus der EU“ vorgelegt worden.

„Wir wissen, ihre Position – das sind 60 Milliarden Euro, aber tatsächlich sind es 50 Milliarden. Unsere (Bilanz) liegt näher bei 30 Milliarden, aber optimal sind es 40 Milliarden, selbst wenn dies der ganzen Gesellschaft und den Politikern bislang nicht klar sein sollte“, zitiert die Zeitung eine ihrer Quellen.

Eine zweite Quelle habe bestätigt, dass die endgültige Summe des Brexit-Deals „30 bis 40 Milliarden Euro“ betragen werde. Laut einer dritten Quelle soll die britische Premierministerin Theresa May an eine Rechnung in Höhe von „über 33 Milliarden Euro“ denken.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte am 29. März 2017 in London den Artikel 50 des EU-Vertrags aktiviert und damit den Ausstieg aus der Europäischen Union formell eingeleitet.

 

Quelle: Sputnik

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