Nach massiven Raketen- und Artillerieangriffen der syrischen Armee auf Ziele der Al-Nusra-Front (Fatah al-Sham, Unterstützungfront für das levantinische Volk), steht diese nun in der syrischen Hauptstadt Damaskus kurz vor dem Zusammenbruch. Im Fokus der Angriffe stand vor allem Ost-Ghouta, wo sich eine der größten Bewässerungsoasen des Landes befinden. Bei den Angriffen auf Ziele der Al-Nusra-Front wurden unterirdische Tunnel und Waffenlager zerstört, wie das iranische Portal Fars News Agency schreibt.

Den Angriffen der syrischen Armee auf die Ziele der Al-Nusra-Front gingen zunächst Verhandlungen über die Errichtungen einer Deeskalationszone voraus, die allerdings mit der Terrormiliz scheiterten. Danach folgten harte Kämpfe auf den Straßen, die durch Raketen- und Artilleriefeuer der syrischen Armee unterstützt wurden. Dabei wurden Tunnel und Waffenlager der Terrormiliz gefunden, die daraufhin gesprengt wurden.

Ghouta (oder Ghuta) ist eine der größten und zugleich wichtigsten Bewässerungsoasen des Landes. Bekannt wurde sie durch die Giftgasangriffe im Jahre 2013, die eine Ermittlung durch den UN-Sicherheitsrat nach sich zog. Die Al-Nusra-Front (seit Juli 2016 auch Dschabhat Fatah asch-Scham) gilt als Ableger des internationalen Terrornetzwerkes Al-Kaida, die 2012 erstmals in öffentlich Erscheinung trat. Die Distanzierung von Al-Kaida wird als PR-Maßnahme des Westens von Beobachtern des Konfliktes gesehen, die lange Zeit in der salafistischen Terrormiliz „moderate Rebellen“ gesehen hat und insoweit auch oftmals Luftschläge der Russen gegen diese Miliz massiv kritisierte. Die Stärke der Miliz, die zur Eskalation des syrischen Bürgerkriegs massiv beigetragen hat, wird auf etwa 10.000 Mann eingeschätzt. Ihr werden nach Angaben der westlichen Nichtregierungsorganistion Human Rights Watch unter anderem zahlreiche Massaker gegen die syrische Bevölkerung vorgeworfen.

 

Quelle: Mars von Padua

 

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