US-Außenminister Rex Tillerson hat mitgeteilt, wann Washington auf die Reduzierung der amerikanischen diplomatischen Mission in Russland „antworten“ werde. Dies berichtet AP.

Der Agentur zufolge werden die USA bis zum 1. September Maßnahmen treffen. Tillerson habe darüber seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow während ihres Treffens am Samstag im philippinischen Manila informiert.

Dabei hätten die USA „noch nicht beschlossen, wie sie reagieren werden“. Unter anderem habe Tillerson „mehrere klärende Fragen“ in diesem Zusammenhang gestellt.

Lawrow und Tillerson trafen sich am 6. August am Rande des ASEAN-Gipfels in der philippinischen Hauptstadt. Nach den Verhandlungen teilte der russische Diplomat vor Journalisten mit, er hätte das Gefühl, dass die amerikanischen Kollegen zur weiteren Zusammenarbeit bereit seien. Außerdem habe Lawrow nach eigenen Angaben Tillerson die Details der Entscheidungen erläutert, die in Reaktion auf die neuen antirussischen Sanktionen getroffen wurden.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch nach langem Zögern ein vom Kongress geschnürtes Sanktionspaket gegen Russland, den Iran und Nordkorea unterzeichnet. Der US-Präsident selbst steht den neuen Strafmaßnahmen kritisch gegenüber und warnt sogar vor einem Schaden für Amerikas Wirtschaft und seine Verbündeten. Er legte jedoch kein Veto ein, weil es im Kongress genug Stimmen gab, um das Veto zu blockieren.

Weil die neuen Sanktionen auch europäische Unternehmen und die Energieversorgung in Europa gefährden, stoßen sie in der EU auf Widerstand. Die EU-Kommission hat den USA mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht.

Das Sanktionsgesetz erweitert die Strafmaßnahmen gegen russische Banken und richtet sich zudem gegen alle neuen Projekte, an denen russische Unternehmen mehr als 33 Prozent der Anteile besitzen. In dem Gesetz wird gesondert hervorgehoben, dass die USA auch weiter den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 verhindern werden.

Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass insgesamt 755 Mitarbeiter der diplomatischen Missionen der USA Russland verlassen müssen. Damit sinkt deren Zahl auf 455 – das entspricht der Zahl der russischen Diplomaten in den Vereinigten Staaten. Wie Putin weiter betonte, haben die USA einen durch nichts provozierten Schritt zur Verschlechterung der Beziehungen zu Moskau unternommen. Zugleich sagte der Präsident, er unterstütze keine Einschränkungen der Zusammenarbeit, die für die USA „spürbar“ wären.

Die Ausweisung der US-Diplomaten war eine Reaktion Russlands auf die jüngst vom US-Senat beschlossenen Sanktionen.

 

Quelle: Sputnik

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