Die USA müssen sich die Lehren aus dem Kalten Krieg ins Gedächtnis rufen, um in Osteuropa eine angebliche Gefahr seitens Russlands abwehren zu können, schreibt die Zeitung „The New York Times“ (NYT). Das Pentagon soll dafür Tausende Soldaten sowie Panzerabwehreinheiten nach Europa verlegen.

Die Soldaten, die an große Basen im Irak und in Afghanistan gewöhnt seien, müssten jetzt ihre Stellungen unkenntlich machen und sich in kleinere Gruppen aufteilen, um mögliche Attacken von Drohnen zu vermeiden, die Raketenschläge gegen Personal und Kommandopunkte ausführen könnten.
Zudem hätten die US-Truppen nicht mehr das Recht, den Luftraum unbeschränkt zu nutzen. Gerade unter diesen neuen Bedingungen müssen die US-Militärs laut dem Blatt nun agieren.

Allein im Vormonat soll eine zehn Tage andauernde Übung unter Teilnahme von 25.000 Soldaten der USA und ihrer Verbündeten in den drei Ex-Ländern des Warschauer Paktes – Ungarns, Rumäniens und Bulgariens – stattgefunden haben. Das Manöver soll hauptsächlich das Ziel verfolgt haben, den Anti-Terror-Kampf einzuüben.

„Nun müssen wir herausfinden, wie wir uns an die neue Umgebung anpassen können“, sagte der Kommandeur der 10. Brigade AA, Oberst Clair Gill, gegenüber NYT.

„Selbstverständlich werden US-Befehlshaber behaupten, dass die Kriege im Irak und in Afghanistan immer noch Tausende US-Militärs benötigen. Dennoch haben die USA und ihre Nato-Verbündeten unlängst rund 4.500 Soldaten in drei baltischen Ländern und in Polen stationiert und sind bereit, mehrere Tausend Mann starke Panzerabwehreinheiten auf dem Kontinent zu halten“, schreibt die Zeitung dazu.
All dies würde als Eindämmungsfaktor für die angebliche russische Aggression dienen.

Diese Spannungen seien ein Teil der wachsenden Konkurrenz, darunter auch im Militärbereich, und erinnerten stark an das Echo des Kalten Krieges zwischen Washington und Moskau, schreibt NYT weiter.

Wie es ferner heißt, bereitet Russland eigene Militärübungen entlang seiner Westgrenze zu Europa vor, an denen bis zu 100.000 Soldaten und Angehörige von Sicherheitsdiensten eingesetzt werden könnten.
Zudem soll Russland laut dem Blatt eigene Einheiten in Syrien und im Osten der Ukraine besitzen sowie sein Nuklearpotential und die für die Führung eines Cyberkrieges nötigen Kenntnisse ausbauen. Russlands Versuch sei dabei offensichtlich, die Welt an sich erinnern zu wollen.

 

Quelle: Sputnik