Wegen der Verhängung der neuen Russland-Sanktionen durch die USA wird die Situation auf dem europäischen Gasmarkt immer unklarer. Das berichtet die Agentur Rambler News Service (RNS) am Montag unter Verweis auf die internationale Ratingagentur S&P Global Ratings.

„Wenn die Sanktionen zu beträchtlichen Verzögerungen beim Bau neuer Rohrleitungen bzw. zur Kündigung dieser Projekte führen werden (was nicht unserem Basisszenario entspricht), so kann dies wachsende Gaspreise, ein erhöhtes Risiko für Unterbrechungen bei der Versorgung mit russischem Gas und eine Erhöhung des Nutzungsgrades von Depots und Kapazitäten von Flüssiggas verursachen“, heißt es seitens der Ratingagentur.

Zugleich würde die Tatsache, dass der russische Gaskonzern Gazprom wegen der Einschränkungsmaßnahmen gezwungen sein werde, den Bau neuer Gasleitungen selbst zu finanzieren, aus finanzieller Sicht die Kreditfähigkeit des Unternehmens nicht beeinträchtigen.
Am 2. August hatte US-Präsident Donald Trump ein Sanktionspaket gegen Russland, den Iran und Nordkorea unterzeichnet.

Das Sanktionsgesetz erweitert die Strafmaßnahmen gegen russische Banken und richtet sich zudem gegen alle neuen Projekte, an denen russische Unternehmen mehr als 33 Prozent der Anteile besitzen. In dem Gesetz wird gesondert hervorgehoben, dass die USA auch weiter den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 verhindern werden.

 

Quelle: Sputnik