Der deutsche Konzern Siemens betrachtet laut seinem Sprecher Philipp Encz den Rückkauf der angeblich illegal auf die Krim gelieferten Gasturbinen als eine einfache Konfliktlösung.

Encz sagte am Montag gegenüber russischen Medien, dass der Rückkauf technisch gesehen wie eine Einigung des Preises aussehen könnte, den eine Seite zahlen würde, um die Turbinen zurückzubringen. Von diesem Standpunkt aus sei dies eine durchaus einfache Operation, so der Siemens-Sprecher.

Als eine weitere Variante für die Konfliktlösung bezeichnete er die beim Moskauer Schiedsgericht eingereichte Beschwerde. In dem Dokument bestehe Siemens auf der Rückgabe aller vier Turbinen von der Krim in die südrussische Region Krasnodar.

Am Freitag hatte die EU drei Einzelpersonen und drei Unternehmen aus Russland wegen der Siemens-Turbinen auf der Krim auf die Sanktionsliste gesetzt.
Im Juli hatte der Siemens-Konzern offiziell erklärt, dass alle vier Gasturbinen, die für ein Projekt auf der Taman-Halbinsel bestimmt gewesen seien, „rechtswidrig“ auf die Krim gebracht worden seien. Der Konzern schlug die Aufkündigung des entsprechenden Vertrages vor. Siemens wolle außerdem die Lizenzabkommen mit russischen Unternehmen kündigen, die Lieferungen von Energieausrüstungen an russische Staatsunternehmen aussetzen und neue Kontrollmaßnahmen beschließen, hieß es.

 

Quelle: Sputnik