Rettungs- und Kampfeinsätze, Begleitung von Transportflugzeugen – russische Hubschrauber erfüllen in Syrien verschiedene Aufgaben und stellen dabei ihre besten Qualitäten unter Beweis. Piloten müssen oft richtige Meisterleistungen vollbringen, wie der TV-Sender Swesda berichtet.

Ein Such- und Rettungsteam auf dem Stützpunkt Hmeimim ist dem Bericht zufolge jeden Moment bereit, mit einem Hubschrauber zu Hilfe zu eilen, falls russische Flieger außerhalb der Basis in Not geraten. Dem Team gehören Piloten, Rettungskräfte und ein Arzt an, aber auch Soldaten, um ihnen Deckung zu geben.

In Syrien fliegen russische Hubschrauber in minimalen Höhen, um nicht ins Visier gegnerischer Boden-Luft-Raketen zu geraten. Das gilt sowohl für Rettungs- als auch für Kampfeinsätze. Der Reporter des Sender berichtet: „In einer Ortschaft waren die syrischen Regierungstruppen nicht in der Lage, die Terroristen zu verdrängen, und baten um Luftunterstützung. Russische Mi-24-Kampfhubschrauber kamen im Tiefflug und feuerten Raketen ab – die Erstürmung der Ortschaft war entschieden.“
Den Ka-52-Kampfhubschrauber nannte der Reporter einen „richtigen Virtuosen im Himmel“. Die Maschine kann praktisch senkrecht nach oben fliegen, dann umdrehen und sich rasend wieder dem Boden nähern – im Tiefpunkt dieses „Karussells“ fliegt sie in nur fünf Meter Höhe mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h.

Meisterleistungen sind aber nicht nur im Kunstfliegen gefragt. „Beispielsweise muss man nachts – ohne jegliches Training vorher – mehr als eine Stunde lang über ein unbekanntes Territorium fliegen, um mit einer Fünf-Sekunden-Präzision ans Ziel zu gelangen. Diese Präzision ist laut Piloten nötig, um den Flug mit dem Bodeneinsatz zu koordinieren: Eine Verspätung könnte auf Todesopfer hinauslaufen“, so die Reportage.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Kampfhubschrauber in Syrien ist die Begleitung russischer Militärtransportflugzeuge auf dem Flugplatz Hmeimim. Diese Aufgabe wird gestaffelt erfüllt: In geringen und größeren Höhen sind jeweils Hubschrauber und Kampfjets des Typs Su-30SM oder Su-35 dafür zuständig.

Wie ein Mi-28N-Pilot erläuterte, fliegt ein Hubschrauber 50 bis 200 Meter vom begleiteten Militärtransporter entfernt, um ihm bei Start oder Landung Deckung zu geben. Greift ein Gegner das Flugzeug an, muss er sofort geortet und vernichtet werden.

Generell kommt die Mi-28N in Syrien oft nachts zum Einsatz – und entspricht damit völlig ihrem Namen Night Hunter. Der Start erfolgt im Lichttarnungs-Modus, der Pilot nutzt ein Nachtsichtgerät, so der Bericht.

 

Quelle: Sputnik