Die Kooperation Russlands und der USA bei der Beilegung des Korea-Konflikts dürfte zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington beitragen. Das sagte Dmitri Solonnikow, Direktor des Instituts für modernen Staatsaufbau, am Montag in einem Sputnik-Interview in Moskau.

Seine Meinung stimmt etwa mit der von Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow überein, der eine dritte Seite als Vermittler im Streit zwischen den USA und Nordkorea nicht ausschließt.

Kann Russland denn die Situation auf der Korea-Halbinsel beeinflussen? „Derzeit wird der stärkste Einfluss auf die KDVR von China ausgeübt. Pjöngjang orientiert sich mehr auf Peking als auf Moskau“, sagte Solonnikow.
„Natürlich gibt es in Nordkorea Kräfte, die an einer Diversifizierung der Beziehungen zur Außenwelt interessiert sind, damit nicht nur China der KDVR von außen her hilft. Die prorussische Partei in Pjöngjang ist stark genug. Dort weiß man zu schätzen, was Russland für das Werden der Republik getan hatte.“

Dem Experten zufolge wäre die Beilegung der Korea-Krise einer der Berührungspunkte in den Beziehungen zwischen Russland und den USA. Dabei erinnerte Solonnikow an eine konstruktive Zusammenarbeit beider Länder bei der Beilegung des Syrien-Problems.

„Zudem ist Russland an einer Beteiligung an der Lösung des Korea-Problems interessiert, weil dies die Positionen Moskaus in der Welt festigen würde. Das könnte auch zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Moskau und Tokio beitragen.“

Zugleich äußerte der Experte die Ansicht, dass der Konflikt zwischen den beiden koreanischen Staaten noch lange dauern wird. „Er geht zu Ende, erst wenn ein Korea das andere schluckt“, sagte Solonnikow.

 

Quelle: Sputnik