Die Ukraine hat wegen der Blockade des Donbass ungefähr 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verloren, teilte der ukrainische Vize-Minister für okkupierte Regionen, Juri Grymtschak, mit.

„Wir hatten im ersten Vierteljahr ungefähr 2,3 Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt, dabei hatten wir mit bis zu vier Prozent gerechnet. Diese circa 1,5 Prozent haben wir wegen der Sperre verloren“, so Grymtschak in einem Interview im ukrainischen Fünften Sender.

Das Land hatte wegen der Donbass-Blockade im Winter ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts sowie eine Reihe von Industrieunternehmen verloren, die zuvor ihre Steuern in das ukrainische Budget und jetzt „an Russland“ zahlen, hatte der ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman zuvor geäußert.
Eine Gruppe ehemaliger Teilnehmer an der Militäroperation im Donbass, darunter Abgeordnete der Obersten Rada (ukrainisches Parlament), hatten Ende Januar aus Protest gegen die Handelsbeziehungen mit den „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk die Güterbahnstrecke auf dem von Kiew kontrollierten Territorium des Gebietes Lugansk blockiert.

Am 1. März hatten die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk (DVR) und Lugansk (LVR) mehrere ukrainische Unternehmen auf ihren Gebieten als Gegenmaßnahme zur Handels- und Verkehrsblockade Kiews gegen die Region unter Zwangsverwaltung gestellt. Kiew beschloss, die Sperre erst dann aufzuheben, wenn die Betriebe in den Volksrepubliken wieder der ukrainischen Jurisdiktion unterstehen.

 

Quelle: Sputnik