Der ukrainische Regiernugspolitiker Juri Grymtschak prognostiziert für 2018 einen „Rückzug Russlands» aus dem abtrünnigen ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass. Für den kommenden November erwartet Grymtschak, der im Kiewer Kabinett als Vize-Minister für okkupierte Regionen tätig ist, zudem einen „letzten Kampf um die Ukraine“.

„Ich kann heute bestätigen, dass (…) Russland 2018 abziehen wird“, zitieren den Minister ukrainische Medien. In seiner Prognose habe er „etwas wie Sanktionen berücksichtigt, die bereits unterschrieben worden und in Kraft getreten sind“, äußerte Grymtschak. Was er damit konkret meint, verriet der Politiker nicht.
Darüber hinaus habe er ausgerechnet, dass es im November dieses Jahres einen „letzten Kampf um die Ukraine“ geben werde.

In Donezk, der Hauptstadt der nicht anerkannten „Volksrepublik Donezk“, stießen die Ausführungen Grymtschaks auf Staunen. „Wie können sie (die Russen – Anm. d. Red.) aus dem Donbass abziehen, wenn sie gar nicht dort sind?“, fragte Eduard Bassurin, Vizekommandeur der Donezker Volksmilizen, die den ukrainischen Regierungstruppen Widerstand leisten.

Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als drei Jahren ein militärischer Konflikt, der bereits mehr als 10.000 Menschenleben gefordert hat. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Putsch in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.
Seit Beginn ihres Feldzugs berichten Kiewer Politiker wiederholt über einen russischen „Einmarsch“, ohne jedoch Beweise vorzulegen. 2015 informierte der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko westliche Politiker persönlich über die Zerschlagung einer „russischen Militärkolonne“. Doch weder die OSZE-Beobachter vor Ort noch der ukrainische Geheimdienst bestätigten das.

Schließlich gestand der ukrainische Generalstab offiziell ein, dass keine regulären Truppen Russlands am militärischen Konflikt im Osten der Ukraine beteiligt seien. Russland erkennt den abtrünnigen Donbass weiter als Bestandteil der Ukraine an und bestreitet jede Verwicklung in den dortigen Konflikt.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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