Die libysche Regierung hat die Rettung von illegalen Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen, vor der Küste des Landes durch ausländische Schiffe für rechtswidrig erklärt. Dies berichtet die britische Zeitung „The Daily Mail“.

„Wir wollen ein klares Signal an alle senden, die die Souveränität Libyens verletzen und die zu wenig Respekt vor dem Grenzschutz und der Marine (des Landes – Anm. d. Red.) haben“, sagte General Ajub Kassem, Sprecher der libyschen Marine, bei einer Pressekonferenz in Tripolis.

„Daily Mail“ erinnert daran, dass der libysche Grenzschutz in der vergangenen Woche NGOs der Hilfe bei der Organisation von illegaler Migration nach Europa beschuldigt hatte. Reuters meldete unterdessen, dass die italienische Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ eröffnet habe, weil sie sich „an der Rettung von Flüchtlingen nahe der libyschen Küste“ beteiligt hätten, „wobei für deren Sicherheit keine Gefahr bestand“.
Außerdem sei in der vorigen Woche ein Boot konfisziert worden, das der deutschen NGO „Jugend rettet“ zur Verfügung stehe. Der Besatzung seien unmittelbare Kontakte mit Menschenhändlern vorgeworfen worden. Der Schmuggel von Flüchtlingen nach Europa gefährde die Zukunft des gesamten Kontinents.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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