Laut der Pressesprecherin des russischen Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, gibt es keine Spuren einer Explosion am Flugzeug des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski, das 2010 unweit der russischen Stadt Smolensk abgestürzt war.

So kommentierte sie eine Erklärung der neuen polnischen Ermittlungskommission, die am Mittwoch erklärt hatte, dass die Tragflächenteile Spuren einer Explosion tragen sollen. „Die Zerstörung des linken Flügels der Tu-154M wurde nicht durch die Kollision mit einer Birke ausgelöst“, hieß es in der Kommission.
„Es ist absolut unklar, worauf diese neuen Schlussfolgerungen der polnischen Experten basieren. Bei den entsprechenden Untersuchungen kurz nach dem Unglück wurden keine Spuren einer Explosion entdeckt“, so Petrenko.

Sie betonte, sowohl die russischen als auch die polnischen Experten seien schon 2011 zum eindeutigen Schluss gekommen, dass die Kollision mit einer Birke zur Zerstörung des Flugzeuges geführt hätte, es hätte keine Zerstörungen vor der Kollision mit der Birke gegeben.

Petrenko fügte außerdem hinzu, der Flugzeugtrümmer würden in Russland als Beweisstücke aufbewahrt, und hätten die polnischen Experten, darunter die Mitglieder der neuen Kommission, seit 2014 keine zusätzlichen Besichtigungen oder Untersuchungen durchgeführt.
Die Tu-154 mit Präsident Lech Kaczynski und einer offiziellen polnischen Delegation an Bord war am 10. April 2010 unweit der russischen Stadt Smolensk abgestürzt. Beim Landeanflug hatte die Maschine bei dichtem Nebel Baumkronen gestreift. Von den 96 Insassen überlebte niemand.

Gleich nach dem Absturz schlossen sowohl russische als auch polnische Ermittler einen Sprengstoffanschlag als Ursache völlig aus. Später bestätigte auch die polnische Militär-Staatsanwaltschaft, dass an Kaczynskis Jet keine Sprengstoff-Spuren gefunden worden seien.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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