Russlands Außenministerium hat einen Bericht der Zeitung „The Washington Post“ über den Druck, den die russische Regierung angeblich auf ausländische Journalisten ausübt, als unglaubwürdig verurteilt.

„Derartige ausgedachte Vorwürfe überlassen wir dem Gewissen dieser Zeitung“, so die Mitteilung der russischen Außenbehörde, die online veröffentlicht wurde.

Damit reagiert die Behörde auf den Artikel „Wie arbeiten und leben Journalisten in Russland zu den Zeiten von D. Trump in Russland?“ vom 6. August. Da wird der WP-Reporter Andrew Roth aus dem Moskauer Büro zitiert. Dieser soll erklärt haben, dass er mehrmals durch Vertreter der russischen Behörden im Zusammenhang mit seiner professionellen Tätigkeit unter Druck gesetzt worden wäre. So soll er 2014 an der russisch-ukrainischen Grenze gestoppt und kontrolliert worden sein, da die Grenzsoldaten die Überquerung der Grenze durch den Journalisten als „verdächtig“ wahrgenommen und ihn gewarnt haben sollen, ihm womöglich die Akkreditierung zu entziehen.

2016 soll ein offizieller Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums Roth angeblich gewarnt haben, dass seine Teilnahme an Pressereisen auch vom Ton seiner Artikel in der Zeitung abhängen würde. Gleichzeitig habe der Journalist allerdings erklärt, im Großen und Ganzen keine Probleme mit der russischen Regierung gehabt zu haben. Die beschriebenen Ereignisse betrachte er zudem nicht als „die Politik der russischen Regierung“.

Im entsprechenden Artikel gebe es eine „fragliche Passage“, hieß es nun aus dem russischen Außenamt. „Die Künstlichkeit derartiger Belege“ für einen angeblichen administrativen Druck sei offensichtlich. Der Autor des Berichts nennt der Behörde zufolge weder Namen, noch Amtsbezeichnungen der Mitarbeiter der russischen Behörden, die ihn angeblich unter Druck gesetzt haben sollen.

 

Quelle: Sputnik

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