Ankara. Mauern zur Grenzsicherung werden immer populärer. Nicht nur in den USA möchte Präsident Trump eine Mauer zur Sicherung der Grenze zu Mexiko errichten, auch im Nahen Osten hat der Mauerbau offenbar Zukunft. Jetzt hat die Türkei, die erst kürzlich eine Mauer an der Grenze zu Syrien fertiggestellt hat, schon das nächste Projekt angekündigt – eine Mauer gegen den Nachbarn Iran. Diese Woche wurde mit dem Bau eines neuen Festungswalls an der südöstlichen Grenze begonnen. Die drei Meter hohe Mauer soll vor allem das Einsickern von kurdischen Kämpfern verhindern.

Wie die Verwaltung der Provinz Agri mitteilte, besichtigte Gouverneur Süleyman Elban die Arbeiten an der „Sicherheitsmauer“, wo Kräne zwei Meter breite Betonelemente entlang der Grenze aufstellen.

Präsident Erdogan hatte den Bau der 144 Kilometer langen Mauer Anfang Juni angekündigt. Sie richtet sich vor allem gegen die Kurdische Arbeiterpartei PKK, die im Südosten des Landes gegen den türkischen Staat kämpft, sowie die PKK-nahe Rebellengruppe PJAK, die im kurdischen Nordwesten des Iran Anschläge verübt.

Schon 2015 hatte die Türkei ihre Grenze zu Syrien geschlossen und entlang weiter Grenzabschnitte eine Mauer  errichtet, um die illegale Einreise von Flüchtlingen und Extremisten zu verhindern.

 

Quelle: Zuerst

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