Es scheint mittlerweile fast kein Aufsehen mehr zu erregen, wenn die USA eine offene Atomkriegsdrohung aussprechen: Nach Nordkorea ist nun auch Venezuela an der Reihe.

In den deutschen Leitmedien ist vielerorts zu lesen, der neue US-amerikanische Präsident Donald Trump habe sein Land auf einen internationalen Kriegskurs gebracht. Die Implikation dieses Gedankens: Das eigentlich friedliche, ordnungswahrende Amerika sei in die Hände eines Machos und Kriegstreibers geraten, der die enormen amerikanischen Militärkapazitäten nun für seine Männlichkeitsspiele einzusetzen droht.

Die Wahrheit ist, dass mit Trump das kriegerische Grundmotiv der Vereinigten Staaten von Amerika zur Oberfläche dringt und sich nicht mehr hinter pazifistischen Floskeln verbirgt. Das riesige, schlagkräftige und moderne Militär der USA ist nicht von heute auf morgen aufgebaut worden. Es besteht seit vielen Jahrzehnten und erfüllt einen bestimmten Zweck: Ständige Signalisierung der Kriegsbereitschaft gegenüber Ländern, die sich nicht den ökonomischen und politischen Imperativen der US-Regierung fügen möchten.

Trump spricht das nur offen aus. Und er tut es zweimal. Trump hatte am Dienstag zunächst gewarnt, die USA würden „mit Feuer und Wut“ auf weitere Provokationen reagieren. Nordkorea drohte daraufhin mit einem Angriff nahe der US-Pazifikinsel Guam. Nun ist auch noch Venezuela an der Reihe. Das krisengeplagte, in seiner Politik anti-amerikanische Land bekam die Wut Trumps zu spüren. Die Lage in dem südamerikanischen Land sei sehr gefährlich, sagte er in einem Interview. Es gebe mehrere Möglichkeiten, darunter auch „eine militärische Option“, sagte Trump und verwies darauf, dass die USA Truppen auf der ganzen Welt stationiert haben, auch „an weit entfernten Orten“.

 

Quelle: Neopresse

 

 

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