Paris. Rasche Entzauberung eines „Hoffnungsträgers“: beinahe hundert Tage nach der französischen Präsidentschaftwahl sind nur noch 36 Prozent der Franzosen mit dem neuen Mann im Elysée-Palast zufrieden. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Ifop für die Zeitung „Le Figaro” hervor.

Schon in den letzten Wochen hatten mehrere Umfrageinstitute einen Absturz der Beliebtheitswerte Macrons festgestellt. „Die Franzosen haben verstanden, daß sofort Anstrengungen verlangt werden und daß die Belohnungen eventuell später kommen”, erklärt ein Ifop-Sprecher den Befund. Mehrere Vorhaben des sozialliberalen Präsidenten und der Regierung werden in der Umfrage überwiegend negativ beurteilt.

Besonders schlecht kommt die angekündigte Senkung des Wohngelds für Geringverdiener um fünf Euro im Monat an – 60 Prozent der Befragten sind damit nicht zufrieden, 26 Prozent äußerten sich zufrieden. Mit der umstrittenen Lockerung des Arbeitsrechts, die die Regierung bis zum Herbst umsetzen will, sind 51 Prozent unzufrieden, 31 Prozent äußern sich positiv. Über die Sparmaßnahmen in vielen Ministerien, um in diesem Jahr die europäische Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftskraft einzuhalten, zeigte sich dagegen eine klare Mehrheit von 57 Prozent zufrieden (28 Prozent nicht zufrieden).

 

Quelle: Zuerst

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