Bundesaußenminister Sigmar Gabriel schließt nicht aus, dass der Konflikt um die koreanische Halbinsel in einen Atomkrieg ausarten könnte. In einem Interview mit der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ sagte er, er halte die Angst vor einem möglichen Nuklearkrieg nicht für überzogen.

„Er (ein Atomkrieg – Anm. d. Red.) ist nicht ausgeschlossen. Aber auch ein konventioneller Krieg würde unfassbar viele Tote fordern“, so Gabriel gegenüber der Zeitung.

Im Gespräch mit der Zeitung kritisiere der Chefdiplomat zudem die Position von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich der von US-Präsident Donald Trump geforderten Erhöhung des Rüstungsetats „quasi freiwillig beugt“. Auch in diesem Zusammenhang wird Gabriel zufolge die Bundestagswahl im September entscheidend sein.
„Die Wahl ist letztlich auch eine Abstimmung darüber, ob Deutschland Friedensmacht bleibt oder Trumps Rüstungswahn folgt“, betonte der Minister ferner.

Noch während des US-Präsidentschaftswahlkampfes hatte Donald Trump behauptet, die Nato sei ein obsoletes Bündnis, was bei den Mitgliedern der Allianz Besorgnis auslöste. Der Republikaner bezeichnete es zudem als ungerecht, dass die Amerikaner einen bei Weitem größeren Beitrag an die Nato zahlten, als andere Mitgliedsstaaten. Er forderte mehrfach, dass alle Bündnispartner jährlich mindestens zwei Prozent ihres BIP ausgeben.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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