Frankfurt am Main. Laut einer neuen Studie gehen Dreiviertel aller Juden in Deutschland von einem wachsendem Antisemitismus aus. Diese drei Viertel der Befragten nehmen Judenfeindlichkeit als großes Problem wahr und bewerten die Entwicklung in den zurückliegenden Jahren sehr pessimistisch, heißt es in der am Montag in Frankfurt am Main vorgestellten Studie „Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland“. Dafür wurden mehr als 500 Juden in Deutschland über das Internet befragt. Besonders kritisch sieht mehr als die Hälfte der Befragten die aktuelle Zuwanderung. 70 Prozent befürchten laut Studie, daß der Antisemitismus in Deutschland zunehmen wird, weil viele Asylbewerber antisemitisch eingestellt seien. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) befürchtet vermehrt körperliche Angriffe auf jüdische Personen oder Einrichtungen durch Asylbewerber.

Vor allem in der Sowjetunion geborene Befragten sehen die Zuwanderung kritisch, sie nehmen die Stimmung aktuell als stärker angespannt wahr und haben mehr Sorge vor zunehmendem Antisemitismus und vermehrten körperlichen Angriffen durch Asylbewerber als andere Juden. Gleichzeitig erwarten sie weniger positive Folgen durch die Zuwanderung und äußern weniger häufig, daß der Antisemitismus auch ohne Asylbewerber in Deutschland ein Problem sei.

 

Quelle: Zuerst

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