Long Beach/Kalifornien. Über die häufig anmaßende Haltung von Muslimen in westlichen Ländern muß man sich nicht wundern, wenn westliche Institutionen immer wieder fragwürdige Beispiele von vorauseilender Unterwerfung liefern. Ein solcher Fall wird jetzt aus den USA berichtet. Dort sprach jetzt ein Gericht einer Muslimin eine Entschädigung von 85.000 Dollar (etwa 72.000 Europa) zu – weil Polizisten ihr nach ihrer Festnahme gewaltsam (und in Anwesenheit fremder Männer) das Kopftuch abgenommen hatten.

Die Frau, eine Afroamerikanerin muslimischen Glaubens, hatte im vergangenen Jahr Klage eingereicht und einigte sich nun mit der kalifornischen Stadt Long Beach gütlich, teilte der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR) mit.

Die Frau war im Mai 2015 bei einer Verkehrskontrolle festgenommen worden. Während der Festnahme forderten Polizeibeamte sie auf, ihr Kopftuch abzulegen. Ihre Bitte, daß sie von einer Polizistin durchsucht werde, wurde abgelehnt. Im Gewahrsam rissen ihr die Beamten schließlich selbst das Tuch herunter. Neben den männlichen Polizisten seien Dutzende andere Gefangene anwesend gewesen, erklärte der Rat. Für die Frau sei dies eine „zutiefst traumatisierende Erfahrung“ gewesen.

Laut CAIR stimmte die Stadt Long Beach dem außergerichtlichen Vergleich zu, der den Steuerzahler teuer zu stehen kommt und für die „traumatisierte“ Geschädigte ein schönes Zubrot bedeutet. Ab sofort gelten zudem in Long Beach und anderen Gemeinden der Region neue Regeln für das Tragen des Kopftuchs in Polizeigewahrsam. Künftig sollen Polizistinnen einer Frau das Kopftuch abnehmen dürfen, „wenn dies für die Sicherheit der Beamten notwendig ist“. Dabei dürfen keine männlichen Polizisten oder männliche Mithäftlinge anwesend sein.

 

Quelle: Zuerst

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