Willkommenskultur könnte bald in der Nase beginnen. Forscher der Universität Bonn haben herausgefunden, daß der als „Kuschelhormon“ bekannte Wirkstoff Oxytocin Menschen offener für die Flüchtlingshilfe macht. Für das Projekt gaben die Wissenschaftler verschiedenen Probanden Geld, das sie entweder an 25 Flüchtlinge oder 25 Einheimische spenden konnten und konfrontierten sie mit Kurzbeschreibungen der Bedürftigen.

Beispiele für solche Fragestellungen sind: „Herbert ist 37 Jahre alt, wurde in Koblenz geboren und lebt in Deutschland. Er ist arm und kann es sich nicht leisten, frisches Fleisch und frischen Fisch im Supermarkt zu kaufen. Würdest du für Herbert spenden?“

Oder: „Safiye ist 24 und wurde in Aleppo geboren. Sie ist arm und kann es sich nicht leisten, frisches Obst und Gemüse im Supermarkt zu kaufen. Würdest du für Safiye spenden?“

Ein Fall für Hatespeech-Heiko

Diejenigen, die schon eine positive Haltung zu Flüchtlingen hatten, spendeten nach Gabe des Oxytocin-Sprays doppelt so viel – sowohl an Flüchtlinge als auch an Einheimische – wie solche mit einer positiven Haltung, die nur ein Placebo einnahmen. Die mit einer negativen Haltung seien nach der Gabe des Sprays und durch den Einfluß der freigiebigen Mitprobanden zu einer Steigerung ihrer Spenden für Migranten von 74 Prozent bereit gewesen, faßt die Daily Mail die Studie zusammen.

Das Hormon könne Menschen helfen, sich daran zu gewöhnen, Seite an Seite mit Migranten zu wohnen, glauben die Bonner Wissenschaftler. „Die gemeinsame Steigerung von Oxytocin und Gruppendruck könnte selbstsüchtige Motive verringern“, sagte der der federführende Autor der Studie, Professor Rene Hurlemann. „Unter den richtigen Bedingungen könnte Oxytocin die Akzeptanz und Integration der Migranten in den westlichen Kulturen steigern.“

Die Forschungsergebnisse könnten auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) interessieren. Sollte sich dessen Kampf gegen Hatespeech im Internet als doch nicht so erfolgreich erweisen, bliebe immer noch die verpflichtende Gabe von Nasenspray an die Bevölkerung – inklusive Sanktionen bei Nichteinnahme. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Publikationen der Amadeu-Antonio-Stiftung oder fragen Sie den Flüchtlingshelfer Ihres Vertrauens.

 

von Thorsten Brückner

 

Quelle: Junge Freizeit

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