Die USA betrachten die Lieferungen von Raketentriebwerken durch die Ukraine an Nordkorea, sollte sich diese Information bestätigen, als eine ernsthafte Frage. Dies erklärte die Pressesprecherin des US-Außenamtes, Heather Nauert, im Kommentar zu Medienmeldungen während des regelmäßigen Briefings für Journalisten am Mittwoch.

„Wir sind im Bilde dieser Berichte. Dies ist gerade eine Frage, die wir sehr ernst nehmen, sollten sie (die Angaben) sich bestätigen“, sagte Nauert.

„Ich weiß, dass die Ukraine in der Vergangenheit die Lieferungen von sensitiven Stoffen an Staaten, über deren Handlungen wir besorgt waren, verhindert hat. Wir haben gute und feste Verbindungen zur Ukraine (…) Die Ukraine hat eine gute Dienstliste in Sachen der Nichtverbreitung (…)“, fügte sie hinzu.

Zuvor hatte die US-Zeitung „The New York Times“ unter Verweis auf die Ergebnisse der Analyse des Experten aus dem Internationalen Institut für strategische Studien (IISS, britisches Forschungsinstitut), Michael Elleman, sowie auf Geheimdaten von US-Sicherheitsdiensten berichtet, dass der von Nordkorea durchgeführte Start einer interkontinentalen ballistischen Rakete mit der Anschaffung von Raketentriebwerken ukrainischer Herkunft auf dem Schwarzmarkt verbunden sein könne.
Daraufhin hatte der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, Alexander Turtschinow, erklärt, dass die Unternehmen des ukrainischen Verteidigungs- und Luftwaffenkomplexes keine Waffen sowie Militärtechnologien an Nordkorea geliefert hätten. Das ukrainische Unternehmen „Juschmasch“ versicherte, dass es mit Pjöngjangs Raketenprogrammen nichts zu tun habe. Dabei erinnerte sich der Chefkonstrukteur des Büros „Juschnoje“, Alexander Degtjarjow, dass im Jahr 2012 in der Ukraine zwei Bürger aus Nordkorea wegen der Spionage in „Juschmasch“ verurteilt worden waren, und schloss nicht aus, dass jemand eine Kopie des ukrainischen Triebwerkes hergestellt haben könnte.

 

Quelle: Sputnik

 

 

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