In Syrien stehen die Zeichen auf Befriedung und Rückeroberung. Die syrische Armee konnte in den letzten Monaten nicht nur weitere erhebliche Gebiete des Landes aus den Händen islamistischer Rebellen befreien. Inzwischen kehren auch Flüchtlinge in erheblichen Zahlen wieder zurück, die in den letzten Jahren vor Krieg und Terror geflohen waren.

Nach Angaben der UNO sind allein in der ersten Jahreshälfte 2017 mehr als 600.000 Syrer in ihre Häuser zurückgekehrt. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) jüngst mitteilte, waren 84 Prozent der 602.759 Rückkehrer Binnenvertriebene, die in anderen Landesteilen Zuflucht gefunden hatten. 16 Prozent kehrten auch aus Nachbarländern wie der Türkei, dem Libanon, dem Irak und Jordanien zurück.

Rund 27 Prozent der Rückkehrer gaben als Grund für ihre Rückkehr an, ihren Besitz schützen zu wollen. 25 Prozent nannten die Verbesserung der Wirtschaftslage und elf Prozent die Verbesserung der Sicherheitsbedingungen in ihrem Heimatort als Grund. 14 Prozent gaben dagegen eine Verschlechterung der ökonomischen Situation an ihrem Zufluchtsort als Grund an, und elf Prozent nannten „soziokulturelle Probleme“.

Rund 67 Prozent der Vertriebenen kehrten in die Provinz Aleppo zurück. Die Provinzhauptstadt war letztes Jahr Schauplatz heftiger Kämpfe, doch ging die Gewalt seit der von syrischen und russischen Truppen erzwungenen Niederlage der Terroristen deutlich zurück. 97 Prozent der Rückkehrer kehrten laut der UNO in ihr eigenes Haus zurück, obwohl vielfach der Zugang zu Trinkwasser und Gesundheitsdiensten eingeschränkt war.

Auch wenn zuletzt vermehrt Syrer in ihre Heimatorte zurückkehrten, gibt es laut der IOM weiterhin mehr als sechs Millionen Binnenvertriebene, und mehr als fünf Millionen Syrer leben im Ausland.

 

Quelle: Zuerst