Wien/Brenner. In den Alpen nimmt der Druck durch illegale „Flüchtlinge“ auf die Brennergrenze zwischen Österreich und Italien zu – die Vorboten des nächsten großen Ansturms, mit dem Beobachter und Sicherheitsdienste nach den Wahlen in Deutschland und Österreich rechnen. Die österreichische Regierung reagiert jetzt und hat – erstmals – Militär zur Verstärkung an den Brenner abkommandiert. Von zunächst 70 Soldaten ist die Rede, die jetzt für einen „Assistenzeinsatz“ des Bundesheeres an den Brenner in Marsch gesetzt wurden. Ihre Hauptaufgabe soll es sein, Illegale von Eisenbahnzügen zu holen.

Denn: allein im Juli wurden 49 „Flüchtlinge“ auf Waggons erwischt. Aber auch internationale Linienbusse sowie Klein-Lkw werden von Heer und Polizei verstärkt unter die Lupe genommen. „Damit wollen wir den Schleppern Paroli bieten und die illegale Migration so weit als möglich eindämmen”, sagte Tirols Polizeichef Helmut Tomac. Der Einsatz der Soldaten beginnt am Donnerstag. Ihre Kompetenzen reichen von der Identitätsfeststellung bis zur Festnahme.

Paradoxerweise müssen die Soldaten ihre Kontrollen im Hinterland der Grenze, also schon auf österreichischem Gebiet vornehmen – wegen der Schengen-Vorschriften sind Kontrollen unmittelbar an der Brennergrenze verboten.

 

Quelle: Zuerst

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