Russlands Generalstabschef Valeri Gerassimow und US-Verteidigungsminister James Mattis werden in den kommenden Tagen nach Angaben des TV-Senders Haberturk nach Ankara kommen, um zusammen mit türkischen Vertretern über neue Deeskalationszonen in Syrien zu beraten.

Hauptthema des bevorstehenden Dreier-Treffens sei die Einrichtung von fünf Deeskalationszonen in Syrien, berichtet Haberturk unter Berufung auf diplomatische und militärische Quellen. Es sei geplant, türkische Militärs in Idlib, russische in der Nähe von Damaskus, iranische um Hama und amerikanische und jordanische in den südlichen Provinzen Syriens einzusetzen.
Weitere Themen seien die Bedrohung durch die Terrororganisation an-Nusra-Front in der Provinz Idlib und der Umgang mit der syrischen Kurdenpartei (PYD).

Laut der Quelle will die Türkei bei dem Treffen deutlich machen, dass sie keine Operation in Idlib ohne türkische Zustimmung dulden werde.

In dieser Woche hatte iranische Generalstabschef Mohammad Bagheri die Türkei besucht. Das war überhaupt das erste Militärtreffen dieser Ebene in der Geschichte der Beziehungen beider Staaten.
Russland, der Iran und die Türkei hatten sich am 4. Mai auf die Etablierung so genannter Deeskalationszonen geeinigt, um die Zivilbevölkerung zu schützen, Syrien vor einem Zerfall zu bewahren sowie ein Ende der Gewalt und eine friedliche Beilegung des seit 2011 andauernden Krieges zu ermöglichen.

Diese Schutzzonen umfassen Gebiete im Norden der Provinz Homs, Ost-Ghuta und Gebiete an der syrisch-jordanischen Grenze. Russland setzte seine Militärpolizei in den Deeskalationszonen ein. Darüber hinaus ist geplant, eine weitere Schutzzone in der Provinz Idlib einzurichten.

 

Quelle: Sputnik