Die Ukraine hat den Bau einer Hochdruckpipeline begonnen, die das Territorium der selbsterklärten Volksrepublik Donezk umgeht. Das hat Pawlo Schebriwski, der Chef des vom Kiew kontrollierten Gebietes Donezk, via Facebook geschrieben.

„Wir haben begonnen, an der Hochdruck-Pipeline von Otscheretjanoje nach Awdijiwka zu bauen: Die Streckenführung ist markiert worden, Handwerker beginnen mit den Montagearbeiten und bald werden die ersten Rohre geliefert“, so Schebriwski.

Nach dem Ende der Bauarbeiten werde das Gas nach Awdijiwka und in weitere sieben nahe gelegene Dörfer „vom Territorium, das die Ukraine kontrolliert“, geliefert. Demzufolge wurde entschieden, die Pipeline zu errichten, nachdem die Leitung Anfang Juli während der Gefechte beschädigt worden war.
„Lass sie sich amüsieren, wenn sie das wollen“, so hat das Energieministerium der selbsternannten Volksrepublik Donezk den Pipeline-Bau gegenüber dem russischen Nachrichtenportal RBK kommentiert.

Diese Entscheidung der Ukraine habe keinen Einfluss auf die „Volksrepublik“, sagte RBK der Vertreter des lokalen Unternehmens Donbassgas, Sergej Smoljak.

„Wir haben unseren eigenen Gaslieferanten. Was die Ukraine da baut, geht uns nicht an“, so Smoljak.

Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als drei Jahren ein militärischer Konflikt, der bereits mehr als 10 000 Menschenleben gefordert hat. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Putsch in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

 

Quelle: Sputnik