Russland stärkt seine Positionen in Zentralasien, wo angesichts der bewaffneten Konfrontation in Afghanistan eine instabile Lage herrscht. Dies teilte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu bei einer Kollegiumssitzung der Behörde mit, die am Freitag stattfand.

„Die Lage in Zentralasien bleibt instabil. Der bewaffnete Konflikt zwischen Regierungssicherheitskräften und den Taliban- und IS-Kämpfern in Afghanistan dauert weiter an», sagte er.

Die strategische Richtung Zentralasien, für die das russische Wehrbereichskommando Mitte verantwortlich ist, sei heutzutage eine der wichtigsten, betonte Schoigu.

„Das Wehrbereichskommando schenkt der Umsetzung der gemeinsamen praktischen Maßnahmen mit den Streitkräften der zentralasiatischen Länder besondere Aufmerksamkeit, wodurch die Positionen Russlands in dieser Region gestärkt werden», so Schojgu.

Zudem wies der russische Verteidigungsminister darauf hin, dass die russischen Truppen bei der Einsatzbereitschaftsprüfung im Juli zum ersten Mal gemeinsame Übungen mit der Armee Tadschikistans abgehalten hätten, darunter mit dem Einsatz von Mehrfachraketenwerfersystemen vom Typ Uragan und Marschflugkörpern des Typs Iskander-M.

Die taktische Luftwaffe habe außerdem Schläge gegen Ziele des angenommenen Übungsgegners trainiert, so Schoigu weiter. Im Zuge der Einsatzbereitschaftsprüfung hätten die Truppen ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, Übungsaufgaben nach einer einheitlichen Konzeption und in einer einheitlichen operativen Lage zu erfüllen.

Für das zweite Halbjahr 2017 seien zudem gemeinsame Gefechtsausbildungsmaßnahmen der russischen Truppen mit Einheiten der Streitkräfte von Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan geplant, äußerte der russische Verteidigungsminister.

 

Quelle: Sputnik