Den meisten Menschen ist bewusst, dass Amerika Kriege um Erdöl führt – es ist ihnen allerdings nicht bewusst, in wie vielen Ländern sich Erdöl befindet. Jeder hat schon mal von „Boko Haram“ gehört. Von der Rolle amerikanischer Ölkonzerne in Nigeria und der Entstehung „Boko Harams“ haben allerdings nur die wenigsten gehört.

Das Erdöl und die „westlichen Werte“
Schon lange vor Beginn unserer Zeitrechnung wurden Kriege um die Ressourcen geführt. Heutzutage betrifft das unter anderem Erdöl. Erdöl wird nicht nur Treibstoff benutzt. Es dient auch darüber hinaus der Energiegewinnung und der Herstellung von Materialien wie Kunststoff und Kosmetik. Somit ist unser Wachstum stark an die Verfügbarkeit von Erdöl gebunden.

Das Führen solcher Wirtschaftskriege ist lange keine „Verschwörungstheorie“ mehr. Dem Großteil der Bevölkerung ist bewusst, dass Amerika immer die Partei unterstützt, von der man sich den größten Nutzen erhofft. Trotz erdrückender Beweislage wird dies von großen Medienhäusern immer noch als „Unsinn“ verkauft. Über die Gräueltaten von Boko Haram wird berichtet. Wie diese Terrororganisation allerdings entstand und wer von ihr profitiert wird nicht erläutert.

Nigeria ist der größte Erdöl Exporteur Afrikas. Doch es ist nicht Nigeria, welches von dieser Exportleistung profitiert. Es sind Firmen wie Shell, Chevron, BP, ENI und Agip. Ist es also ein Zufall, das man die westlichen „Werte“ immer in erdölreichen Ländern verteidigen muss? Durch das von den Terroristen angerichtete Chaos fällt es den Ländern anschließend schwer sich aus den Klauen der ausländischen Konzerne zu befreien.

Islamistische Terroristen oder amerikanische Söldner?

Eine nigerianische Aktivisten Gruppe, die den Namen Green White-Koalition trägt, behauptet, Boko-Haram wäre eine Kreation der CIA. Diese würde mit Hilfe Saudi-Arabiens von der amerikanischen Botschaft aus geleitet.

Während westliche Politiker bewusst mit Hilfe von Medienkampagnen die Bevölkerung unwissend halten, gibt es immer mehr Länder, die das Offensichtliche aussprechen. Sie akzeptieren die Unterdrückung und Ausbeutung des Westens nicht länger. Wer die wahren Drahtzieher von ISIS und Boko Haram sind ist für die Politiker dieser Länder klar ersichtlich. So hat der sudanesische Präsident Omar al-Bashir den IS und Boko Haram (die sich gegenseitig die Treue schworen) in einem Interview gegenüber euronews als von der CIA und dem Mossad gesteuert bezeichnet.

Al-Bashir zufolge macht es wenig Sinn, militärisch gegen Terrorgruppen wie diese einzuschreiten,was eine Intervention westlicher Länder nutzlos mache. Dies würde nur weiteren Extremismus fördern. Die sudanesische Politik sah vor junge Menschen, die zu Extremismus und Terrorismus neigen mit ebenso jungen Religionswissenschaftlern zusammenzubringen. Diese präventiven Maßnahmen seien weitgehend erfolgreich gewesen. Eine große Anzahl der jungen Männer sei von ihren radikalen Ideologien abgewichen. Die Politik des Westens beruht allerdings auf absoluter Konfrontation, bei der auch große Teile der Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies fördert höchstens eine noch stärkere Radikalisierung.

Das Ringen um Einfluss und die Entstehung der ACRI

Ende des 20. Jahrhunderts gewannen westafrikanische Staaten immer mehr Einfluss. Unter anderem durch die Gründung der ECOMOG. Die ECOMOG war ein militärisches Bündnis, westafrikanischer Staaten. Sie war der erste Versuch nach dem kalten Krieg, einen regionalen Sicherheitsmechanismus zur Eindämmung regionaler Krisen herzustellen. Wikileaks-Dokumente belegen, dass die CIA als Gegengewicht zur ECOMOG die ACRI gründete. Die ACRI bildete in Afrika Milizen militärisch aus – angeblich, damit diese aktiv gegen Unterdrückung im eigenen Kontinent kämpfen können. Dass die ACRI eher ein Machtinstrument war erklärt sich von selbst. Zudem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es Nigeria war, welches seit Anfang der Siebzigerjahre bis in die Neunzigerjahre andere Länder dabei unterstützte sich aus den amerikanischen Fesseln zu befreien.

Noch nie haben die USA Milizen ausgebildet, ohne einen Eigennutz davon zu tragen. Daher lautet die inoffizielle Fassung: Die USA gründeten die ACRI und bildeten mit saudi-arabischer Hilfe Rebellen und Terroristen aus, um das Erstarken von Westafrika zu verhindern.

Die Entstehung der AFRICOM

Später wurde die ECONOM (der wirtschaftliche Teil der ECOMOG) zur AFRICOM transformiert. – AFRICOM steht für US Africa Coommand. Die Aufgabe dieser war es nicht nur, den nigerianischen Einfluss einzudämmen, sondern auch den chinesischen. In Folge dessen wurde es afrikanischen Ländern unmöglich gemacht, sich wirtschaftlich und global zu entwickeln. Bis heute sind die meisten afrikanischen Ländern von amerikanischen Wirtschaftsunternehmen „besetzt“.

Eine hohe Zahl an afrikanischen Ländern sind Schuldner Amerikas und werden den Schuldenberg – welcher in Hedge-Fonds zerlegt und an andere Gläubiger verkauft wurde – nie zurückzahlen können. Die Verwehrung von Entwicklung afrikanischer Länder, in jeglicher Hinsicht offenbart den Egoismus der Amerikaner und des Westens: Wenn die ganze Welt denselben Konsum aufweisen würde wie Amerika hätte dies längst in einer Katastrophe geendet. Nigeria, welches eine aufstrebende Nation war, wurde also letztlich auch Opfer des amerikanischen Imperialismus. So wie Nigeria, werden auch viele andere Länder auf der ganzen Welt von Amerika unterdrückt, damit dieses sich seinen Wohlstand sichern kann.

Die Folgen muss die Bevölkerung tragen

Dokumente, welche Wikileaks veröffentlichte bewiesen, dass die USA Finanzspionage und Erpressung von hochrangigen nigerianischen Politikern vornahmen. Dies um politische und wirtschaftliche Aktionen nach ihrem Interesse zu beeinflussen. Aber der Westen beutet Nigeria nicht nur finanziell aus. Die Erdölunternehmen fördern meist nur das oberflächliche Vorkommen des Öls. Das restliche Volumen, welches schwieriger zu fördern ist, bleibt zurück und wird an die Oberfläche freigegeben. Dadurch wird das umliegende Land, sowie das Grundwasser verseucht.

 

Quelle: Neopresse

 

 

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