Wie diese Woche herauskam, machen mehr Asylbewerber in ihren Herkunftsländern Urlaub als bisher bekannt. Aydan Özuguz (SPD), Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat diese Heimreisen nun verteidigt. „Es kann gewichtige Gründe geben, warum ein anerkannter Flüchtling für kurze Zeit in seine Heimat reisen will“, sagte Özoguz den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“. „Wenn die Mutter im Sterben liegt und man sie noch ein letztes Mal sehen möchte, muß das sicher anders bewertet werden als eine Art Heimaturlaub.“

Solche Reisen sollten aber Ausnahmen bleiben und gut begründet werden, wenn die Asylbewerber vermeiden wollen, daß sie Auswirkungen auf ihren Schutzstatus haben. „Mit der Rückkehr ins Herkunftsland gefährden anerkannte Flüchtlinge die Glaubwürdigkeit ihres Schutzersuchens“, stellte Özoguz das Offensichtliche fest. Wie eine parlamentarische Iniative der AfD im Stuttgarter Landtag ergab, gab es alleine in Baden-Württemberg mehr als 150 solcher Fälle.

 

Quelle: Zuerst