Ranghohe Krim-Beamte erklärten, dass trotz aller Versuche der ukrainischen Behörden, die Halbinsel zu isolieren und deren tourismusorientierter Wirtschaft zu schaden, der Besucherzufluss konstant geblieben ist. Viele der Touristen kommen aus der Ukraine.

«Der Versuch, der Krim eine Tourismusblockade aufzuzwingen, ist fehlgeschlagen, denn Tausende ukrainischer Staatsbürger haben ihre Entscheidung, die Krim zu besuchen, trotz aller Propaganda und übermäßig langer Schlangen nicht geändert», sagte der Leiter des Ausschusses der Krimregierung für Beziehungen zwischen den Volksgruppen, Saur Smirnow, in einem Gespräch mit RIA Nowosti.

Smirnow teilte außerdem mit, dass die ukrainische Regierung ihren Grenzschutzbeamten extra den Befehl gab, künstliche Verzögerungen an Übergangspunkten zu schaffen, die Ukrainer dazu zwingen sollten, mehrere Stunden an den Grenzübergängen zur Krim zu warten.

Schikanen an der Grenze schrecken Besucher nicht ab

Er fügte hinzu, dass dieser Plan jedoch letztendlich scheiterte, da das Interesse an der Krim unter den Touristen durch diese Schikanen nur zunehme.

Kiews Beamte bekamen Angst vor der Empörung ihrer eigenen Bürger und einer gemeinschaftlichen Meuterei an den Grenzkontrollstellen», sagte der Politiker.

Der Chef der Krim-Republik, Sergej Aksjonow, kommentierte am Dienstag ebenfalls die Situation und erklärte, dass er persönlich mit mehreren Touristen aus der Ukraine gesprochen habe. Dadurch habe er Informationen über deren Behandlung durch den ukrainischen Grenzschutz aus erster Hand erhalten.

Sie sagten mir, dass ihre Einstellung zur Krim absolut entspannt sei, da ihnen klar war, dass sie nach der Ankunft auf der Krim Gastfreundschaft erfahren würden. Ukrainische Bürger sagen, dass sie keine Ängste oder Risiken während ihrer Besuche auf der Krim erleben, abgesehen von den Unannehmlichkeiten, die ihre eigenen Behörden und spezielle Dienste für sie zu schaffen versuchen», so Aksjonow.

Im Jahr 2016 bereisten 100.000 ukrainische Touristen die Krim

Wladislaw Gandjara, ein Mitglied des Regionalparlaments der Halbinsel, sprach gegenüber Reportern über die zahlreichen Hindernisse, die Kiewer Behörden geschaffen hatten, um ukrainische Touristen daran zu hindern, auf die Krim zu gelangen.

In einem Interview mit dem Sputnik-Radio sagte Gandjara:

Kiew hat an der Grenze echte Schikanen geschaffen. Man errichtete eine maximale Anzahl an Hürden für diejenigen, die auf die Krim wollen, und startete eine Propagandakampagne gegen unsere Republik. […] Trotz alledem haben uns im vergangenen Jahr etwa 100.000 ukrainische Touristen besucht. Die endgültige Statistik für dieses Jahr ist noch nicht verfügbar. Die touristische Saison hat mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht, aber schon jetzt können wir sagen, dass auch die neuen Blockadebemühen Kiews gescheitert sind.

Gandjara teilte außerdem mit, dass ohne die Belästigungen seitens der Kiewer Regierung die Zahl der Touristen aus der Ukraine noch höher sein könnte.

Die Krim-Republik wurde im Frühjahr 2014 Teil der Russischen Föderation, nachdem über 96 Prozent ihrer Bevölkerung, deren deutliche Mehrheit aus ethnischen Russen besteht, in einem Referendum für diese Angliederung gestimmt hatte. Diese Entscheidung folgte dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine durch einen gewaltsamen Putsch in Kiew und der Installation einer nationalistisch dominierten Regierung.

Die neuen Machthaber haben schon bald nach ihrer Machtübernahme pro-russischen Regionen im Südosten des Landes den Krieg erklärt, weil diese die neue Putschregierung nicht anerkannten.

In den Folgejahren durchgeführte Meinungsumfragen in der Bevölkerung zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Einwohner der Halbinsel der Meinung ist, die Wiedervereinigung mit Russland sei die richtige Wahl gewesen.

 

Quelle: RT