Die Parolen zur Unterstützung des syrischen Regimes und seiner Armee, die bei den Protesten in Charlottesville zu hören waren, beweisen, dass Russland zweifelsohne Erfolg bei der Änderung des Verhaltens gegenüber dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad hat, berichtet die russische Online-Zeitung Inosmi.ru unter Berufung auf arabische Quellen.

Dies sei Moskau dank zwei Strategien gelungen. Die Zielgruppe der ersten Strategie waren Bürger, die Angst vor dem radikalen Islam haben. Die zweite zielte auf Personen mit Entscheidungsmacht ab, denen gewisse politische Dividenden versprochen wurden, hieß es.
Russland habe nicht nur ein günstiges internationales Milieu um sich herum geschaffen, sondern auch das positive Image von Assad gefördert. Es sei Moskau gelungen, die in den letzten fünf Jahren herrschenden Stereotypen um seine Person zu brechen, laut denen der syrische Präsident ein Mörder seines Volkes sei.

Russlands militärpolitische Einmischung in Syrien habe den Krieg Assad zugunsten nicht beendet, hätte aber auch nicht die Vernichtung von oppositionellen Gruppierungen zum Ziel, wie diejenigen Vertreter der Opposition zugaben, die bei den jüngsten internationalen Deals außer Spiel geblieben sind. Diese Einmischung verursachte eine Neigung der internationalen Gemeinschaft auf Russlands Seite, das heutzutage als Sponsor der syrischen Regelung auftritt, sowie Änderungen zugunsten Assad.

Die erste Strategie Russlands sei von militärpolitischem Charakter und solle den militärischen Widerstand gegen Assad dämpfen. Moskau wolle die Positionen des syrischen Staatschefs durch politische Vereinbarungen mit den USA und der Türkei stärken. Diese Vereinbarungen brachten die Opposition zur Kooperation und das syrische Regime konnte sich auf die Bekämpfung der Terrormiliz im Norden und Osten des Landes sowie rund um Damaskus konzentrieren.
Die zweite Strategie sollte Assad als Kämpfer gegen den islamischen Extremismus darstellen, der für den Westen, der an mehreren Terrorangriffen gelitten hat, immer noch eine Gefahr darstellt. Das alles konnte Assads Rolle stärken und ersparte ihm ungünstige militärische Abkommen, heißt es in dem Artikel.

Im Endeffekt bewegten sich die TV-Kameras vom Norden ins Zentrum und den Osten Syriens. CNN-Reportagen samt anderen britischen Medienberichten festigten Assads Image als Kämpfer gegen den IS-Terror. Assad wird nun als Kämpfer gegen Terrororganisationen betrachtet und die ihm gegenüberstehenden Teile der Opposition werden ebenfalls als Terroristen eingestuft. Assad ist zum Schirmherrn des Westens geworden, der den Terrorismus daran hindert, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

Die Wirtschaftspräferenzen, die Russland den Ländern nach der Regelung der Syrien-Krise verspricht, fördern ebenfalls die Wiederherstellung von Assads Images. Westliche Unternehmen könnten unerwartet großen Anteil an Staatsverträgen erhalten, falls Assad an der Macht bleibt, weil der Druck der Öffentlichkeit dank den russischen Bemühungen zur Verbesserung seines Rufes den Westen dazu drängen wird, die Beziehungen mit ihm zu normalisieren.

Derzeit, wo die Rechten ihre Positionen weltweit stärken, könnte Assad sich von der linken Seite aufdie rechte bewegen. Demnach kommt die globale Weltgemeinschaft, von Ängsten erfasst, die Moskau in ihren Herzen säte, Assad entgegen, so der Artikel.

 

Quelle: Sputnik