Bis zu 3000 IS- und Nusra-Kämpfer könnten bald nach Europa zurückkehren, meldet die schweizerische Nachrichtenagentur ATS unter Berufung auf den Radikalisierung-Report der Europäischen Kommission (Radicalization awareness network, RAN).

„Die meisten EU-Staaten rechnen mit langsam aber stetig wachsender Zahl der rückkehrenden Dschihadisten (aus dem IS sowie Dschabhat Fatah asch-Scham, ehemals al-Nusra-Front)“, zitiert die Nachrichtenagentur aus dem Report.

Der Bericht verweist darauf, dass zwischen 1200 und 3000 Europäer unterschiedlicher Nationalität nach Europa zurückkehren werden, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. 30 Prozent dieser Rückkehrer seien bereits illegal eingewandert oder wären von Polizeidiensten der Mitgliedstaaten festgenommen worden.
Der Bericht verweist darauf, dass sich die Anzahl der Rückkehrer sprunghaft erhöhen könnte, sollten die Terrororganisationen in Syrien militärisch geschlagen werden.

Weiter wird im RAN hervorgehoben, dass sich im Zeitraum zwischen 2011 und 2016 über 42 000 ausländische Kämpfer aus über 120 Staaten dem IS angeschlossen haben.

Über 5000 von ihnen seien aus Europa gekommen, vorwiegend aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Dänemark, Finnland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Schweden.

Etwa 20 Prozent seien in den Kampfhandlungen getötet worden, 30 bis 35 Prozent seien bereits zurückgekehrt und etwa 50 Prozent würden sich noch im Irak und in Syrien aufhalten.
Nach Angaben der Autoren seien die Rückkehrer eine „ernst zu nehmende und stetig wachsende Gefahr“ für Europa, da sie versuchen könnten, Terroranschläge wie im November 2015 in Paris oder im Mai 2014 und März 2016 in Brüssel zu wiederholen.

 

Quelle: Sputnik