Nach dem Terror von Barcelona ruft der Großrabbiner der spanischen Stadt die dortige jüdische Gemeinde zum Auswandern nach Israel auf. Eine andere jüdische Vereinigung dagegen hat weiterhin „volles Vertrauen» zu Spaniens Sicherheitskräften.

Die jüdische Gemeinde in Barcelona sei dem Untergang geweiht, warnt der Großrabbiner von Barcelona, Meir Bar-Hen nach dem aktuellen Terroranschlag.

Die Behörden in Spanien würden den radikalen Islam nicht konfrontieren wollen, sagte er zur Times of Israel. Er forderte seine Gemeindemitglieder auf: „Wiederholt nicht den Fehler der algerischen Juden, der venezolanischen Juden. Besser früher [ausreisen] als spät.“ Und er empfahl, Grundstücke in Israel zu kaufen.

„Europa ist verloren“

Der Großrabbi betonte, dass er als Privatperson spreche und nicht für alle Mitglieder seiner Gemeinschaft. „Europa ist verloren“, sagte er und in Bezug auf die Stadt und Region „Die Juden sind hier nicht permanent.“
Teil des Problems sei die Präsenz einer großen muslimischen Gemeinschaft mit radikalem Rand.

Terroranschläge keine „Taten der Entrechteten“

Er kritisierte auch die Entscheidung der Bürgermeisterin von Barcelona Ada Colau Ballano der linksradikalen Comú-Partei. Die hatte im April trotz Protesten die Einreise der wegen Terrorismus  verurteilten Palästinenserin Leila Khaled unterstützt. Khaled reiste zu einer Büchermesse ein und die Hauptstraßen waren von Postern mit ihrem Bild gesäumt. Gleichzeitig hätte Bürgermeisterin Colau Ballano Israelkritik geübt. Dies zeige, dass die Behörden „Die Natur des Terrorismus nicht verstehen würden, wenn sie sie ihn als Taten der Entrechteten begreifen würden.“

An der Mahnwache zu der die Bürgermeisterin nun aufgerufen hatte, könne er nicht teilnehmen, weil er von Sicherheitsbeamten instruiert worden sei, öffentliche Gegenden in den kommenden Tagen zu meiden, da er „erkennbar jüdisch“ sei.

Andere haben weiterhin „volles Vertrauen“

Die „Vereinigung jüdischer Gemeinden Spaniens“ sagte dagegen, sie hätten „volles Vertrauen zu den Sicherheitskräften die täglich daran arbeiteten, fanatische und radikale Muslime daran zu hindern, unseren Städten Schmerz und Chaos zuzufügen.“

Quelle: Epoch Times

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