Nach den neuesten Anschlägen mit gemieteten Wagen in Barcelona will Großbritannien zusätzliche Kontrollen im Autoverleih einführen, berichtet die RT mit Berufung auf Angaben des britischen Onlineportals «The Telegraph».

Der Medlung zufolge haben britische Minister ihren Unmut über die Tatsache geäußert, dass es dermaßen einfach sei, einen Leihwagen zu mieten, um Anschläge auszuüben.

Künftig würden alle Daten, die die Kunden den Mietwagenfirmen angeben, mit der Datenbank der Polizei abgeglichen werden. Die Daten sollen Namen, Adressen und Zahlungsinformationenen beinhalten.

Ebenfalls wird angemerkt, dass auch die Option geprüft werde, die potentiellen Terroristen auszumachen, bevor sie die Bestätigung für die Miete des Wagens erhalten.

Zuvor hatte auch der australische Premierminister Malcolm Turnbull erklärt, die Regierung des Landes würde Maßnahmen ausarbeiten, um öffentliche Plätze mit großen Menschenansammlungen zu schützen.

Am Donnerstagnachmittag war im spanischen Barcelona ein Mann auf der beliebten Flaniermeile Las Ramblas mit einem Transporter in die Menge gerast und nach den letzten Angaben 14 Menschen getötet. Mehr als hundert weitere wurden verletzt. Das Attentat beanspruchte die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) für sich. Insgesamt drei Verdächtige wurden festgenommen.

Nur wenige Stunden später ereignete sich in dem weiter südlich gelegenen Badeort Cambrils eine ähnliche Attacke. Dort fuhren mutmaßliche Terroristen auf der Strandpromenade gegen Mitternacht mehrere Menschen mit einem Pkw um, bevor sie von Sicherheitskräften gestoppt wurden. Sieben Menschen wurden verletzt, darunter auch ein Polizist. Die Polizei erschoss nach eigenen Angaben fünf Täter. Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit dem Anschlag in Barcelona aus. Nach den letzten Angaben haben beide Anschläge zusammen 15 Menschen das Leben gekostet; 130 Menschen wurden verletzt.

Auch eine Explosion in einem Haus in der katalonischen Stadt Alcanar am frühen Donnerstagmorgen soll mit den Anschlägen in Zusammenhang stehen. Dort wurde eine Person getötet und eine andere verletzt.

 

Quelle: Sputnik

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