Jalalabad. Aus Anlaß des 70. Jahrestages der Unabhängigkeit Pakistans fordern die dortigen Christen jetzt ein Gesetz gegen religiöse Diskriminierung. „Ein solches Gesetz sollte Diskriminierung – besonders aus religiösen Gründen –, also konkrete Gründe für eine Strafverfolgung sowie die Strafen, definieren”, heißt es in einer Resolution christlicher Bürgerrechtsorganisationen. Das berichtete der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Montag.

Die Resolution sei auf einer Konferenz zum Thema religiöse Vielfalt in Pakistan in Lahore verabschiedet worden. Die Tagung war unter anderem von der Kommission für Frieden und Gerechtigkeit der katholischen Bischofskonferenz organisiert worden.

Veröffentlicht wurde die Resolution wenige Tage vor dem 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Pakistans anläßlich des „Tages der Minderheiten”. Dieser war 2009 vom damaligen Minister für Minderheiten, Shahbaz Bhatti, eingeführt worden, einem Christen. Zwei Jahre später war Bhatti von militanten Muslimen ermordet worden, weil er für eine Reform des Blasphemiegesetzes eingetreten war.

Christen sind wie Hindus und andere Religionen im mehrheitlich islamischen, von Terror und Gewalt geplagten Pakistan eine unterdrückte Minderheit.

 

Quelle: Zuerst

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