Der neue Chef des südkoreanischen Generalstabs, Jeong Kyeong-doo, der am Sonntag in Seoul vereidigt worden ist, hat die Situation auf der Koreanischen Halbinsel als äußerst angespannt bewertet und harte Reaktion auf Provokationen angekündigt. Das berichtet RIA Nowosti mit Verweis auf die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Demnach waren bei der Vereidigungszeremonie der südkoreanische Präsident Moon Jae-in, Verteidigungsminister Song Young-moo und der Oberbefehlshaber des U.S. Pacific Command (USPACOM), Harry Harris, anwesend.

„Unsere Situation ist ernster als jemals zuvor… Im Falle einer feindlichen Provokation werden wir unverzüglich und hart antworten, damit der Feind seine Handlungen klar bereut“, sagte Kyeong-doo.

Ab Montag, den 21. August, wird Südkorea gemeinsame Manöver mit den USA unter dem Namen „Ulchi Freedom Guardian“ starten. Diese sollen zehn Tage dauern und eine Defensiv-Übung beinhalten, „mit der die Bereitschaft zum Schutz der Region verbessert und die Stabilität auf der Koreanischen Halbinsel gewährleistet werden soll», so das US-amerikanische Verteidigungsministerium.
An dem Manöver sollen 17.500 US-Soldaten sowie kleinere Kontingente aus Australien, Kanada, Kolumbien, Dänemark, Neuseeland, den Niederlanden und Großbritannien teilnehmen.

Nordkorea hat die jüngsten Militärübungen der USA und Südkoreas bereits als Bedrohung bewertet und erklärt, diese könnten zu neuen Spannungen führen. Die staatliche nordkoreanische Zeitung „Rodong Sinmun“ berichtete, dieser Schritt werde weiter „Öl ins Feuer gießen und die Situation verschlechtern“.

Das Manöver sei eine Demonstration der Feindlichkeit gegenüber Nordkorea. Niemand könne garantieren, dass sich die Militärübung nicht in eine reale Schlacht verwandeln werde, betont „Rodong Sinmun“.
Am 9. August hatte Pjöngjang erklärt, es erwäge die Möglichkeit, einen Raketenangriff auf einen Luftstützpunkt der USA auf der pazifischen Insel Guam zu durchzuführen. Trump hatte seinerseits Nordkorea mit „Feuer und Wut, wie die Welt es noch nicht gesehen hat» gedroht und das Land zugleich aufgefordert, die Drohungen seinerseits zu stoppen.

 

Quelle: Sputnik