An den zehn größten Hauptbahnhöfen Deutschlands ist die Kriminalität sprunghaft angestiegen. Dies geht aus einem Bericht des „Spiegel“ hervor, dem „die von der Polizei erfaßten Deliktzahlen für die zehn meistfrequentierten Bahnhöfe vor[liegen]: Hamburg, Frankfurt am Main, München, Köln, Stuttgart, Berlin Hauptbahnhof, Hannover, Düsseldorf, Berlin-Friedrichstraße, Berlin-Ostkreuz.“ Besonders tritt dies in Stuttgart zutage, wo sich die Straftaten laut Bundespolizei von 1.580 im Jahr 2011 auf 3.060 fast verdoppelt haben. Diese Größenordnung an Kriminalitätszunahme ist auch an den anderen Bahnhöfen für den besagten Zeitraum zu konstatieren.

Ernst Walter, Vorsitzender der DPolG-Bundespolizeigewerkschaft, äußert: „An manchen Bahnhöfen ist ein Zustand erreicht, in dem sich der Bürger nicht mehr sicher fühlen kann.“ Und sein Kollege Jörg Radek, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) führt aus: „Die zunehmende Verrohung der Gesellschaft ist an den Hauptbahnhöfen ganz besonders zu spüren.“

„An den Großbahnhöfen rächten sich nun frühere Stellenstreichungen bei der Bundespolizei, sagt Gewerkschafter Radek. Die Regierung Merkel habe zudem Personal von Bahnhöfen zu Flughäfen und Grenzsicherung abgezogen. Aktuell gibt es rund 5000 Bahnpolizisten – dem GDP-Mann zufolge sind das etwa 2350 Beamte zu wenig“, faßt „Der Spiegel“ zusammen. Und Radek meint: „Die Kollegen sind längst am Limit.“ Sie seien nicht mehr in der Lage, „die abschreckende Präsenz an den Bahnhöfen [zu] zeigen wie früher.“

Und auch der Polizeigewerkschafter kann nicht umhin, die Realitäten des Kriminalitätsanstiegs beim Namen zu nennen. „Ein Teil der Straftaten geht auf eine kleine Minderheit unter den Flüchtlingen zurück.“ Hier gebe „nichts schön zu reden“.

 

Quelle: Zuerst

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