Unbekannte Hacker haben E-Mails des Leiters der «Russischen Abteilung» des Büros für Untersuchung und Forschungen des US-State Deparments Robert Otto vor einem Monat aufgedeckt. Der Korrespondent der Nachrichtenagentur RIA Nowosti hat das Archiv des Spions gefunden. Es hat sich herausgestellt, dass Otto an der offiziellen amerikanischen Version «die Handlungen von Magnitskij» bezweifelte und hielt ihn sogar für eine «Legende». Dabei half er den amerikanischen Journalisten in dieser Sache und die Praxis nach » Magnitskij-Gesetz» (das erste antirussischen Sanktionsgesetz nach 1991) im «richtigen Kontext» zu beleuchten.

Robert Otto wurde als «der beste Spion für Russland» bekannt . Wahrscheinlich, ist dieser Bursche der beste Experte der Aufklärung für Russland in der kompletten Regierung der USA. Er weiß mehr als irgendwer, was dort passiert», — gibt die amerikanische Ausgabe Foreign Policy die Worte eines Kollegen von Otto wieder.

Wofür interessierte sich das State Department in Russland?

Otto hatte ein besonderes Interesse an Sachen, die mit der sogenannten «Sache von Magnitskij» und «dem Gesetz von Magnitskij verbunden waren». Der Wirtschaftsprüfer Sergej Magnitskij wurde wegen Nichtbezahlung der Steuern beschuldigt und 2009 im Untersuchungsgefängnis «Matrosskaja tischina» gestorben. Sein Partner, der Chef des Fonds «Hermitage Capital Management» William Brauder, der wegen der Nichtbezahlung der Steuern in Russland ebenfalls beschuldigt wurde und wurde zu neun Jahren Haft verurteilt, beschuldigte im Tod des Wirtschaftsprüfers die Gruppe der russischen Beamten.

Dank den Lobbybemühungen von Brauder wurde in den USA «Magnitskij-Gesetz» angenommen — das erste in der Geschichte der Sanktionen der USA gegen Russland.

Kritiker von Brauder bemerkten mehrmals, dass als er die russische Regierung am Tod des Wirtschaftsprüfers beschuldigte, dass er keine konkreten Beweise lieferte. Außerdem, wurde Brauder wegen Spekulation am Tod von Magnitskij und des persönlichen Interesses beschuldigt.

Brauder konnte jene gaunerhafte Schemen, wegen deren er andere Menschen beschuldigte, selbst verwenden.

Der Regisseur Andrej Nekrassow hat einen Film «Der Fall Magnitskij. Hinter den Kulissen» gedreht. Dabei hat er keine Sympathie für den Kreml.

Zum Beispiel, wenn Brauder begonnen hat, anlässlich der möglichen Vorführung des Filmes Nekrassows im Europarlament in Panik zu verfallen, hat er den Journalisten der amerikanischen Ausgabe Politico geschrieben: «Wir haben viele Sachen, die es geplant werden, mit dem gegenwärtigen Skandal zu tun haben und ich möchte, dass Politico darüber mitgeteilt hat, dass wir machen».

Danach erwies sich der Brief bei Parker, und dann — bei Otto. Es wird berichtet, dass die Vorführung des Filmes Nekrassows im Europarlament zum Schluss untersagt worden war. Die Spitze des Interesses «der russischen Abteilung» zu Magnitskij und Brauder wurde im April 2016 — im Moment des Verbots des Filmes Nekrassows im EU-Parlament.

Und wozu hier Donald Trump?

Irgendwann beginnen sich Otto und Brauder für die Anwältin Natalja Wesselnizki zu interessieren, die sich mit Donald Trump jr. später traf. Wesselnizki schützte im amerikanischen Gericht einen russischen Geschäftsmann namens Denis Kazyw, der von Brauder beschuldigt wurde, dass er ungesetzlich das Geld gerade laut » Magnitski-Gesetz» enthielt. So war es der erste Versuch, das Gesetz in die Praxis umzusetzen.

Wesselnizkaja erzählte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, dass Brauder gegen sie die grandiose Hetzkampagne in den amerikanischen Massenmedien organisiert hat, die die Anwältin «nicht als die Zensur, sondern als Rufmord bezeichnet hat». Außerdem verfolgte man die Anwältin.

Im übrigen, nach «der Sache Kazywa» hat das amerikanische Gericht Brauder nicht unterstützt und hat vom russischen Geschäftsmann alle Anschuldigungen abgenommen. «Für Brauder war es der große Schlag, er hatte einen hysterischen Anfall», erzählte  Wesselnizkaja der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Mit dem Sohn von Trump, hat Wesselnizkaja erklärt, besprach sie nicht die Wahlen und die Politik, sondern «Magnitskij-Gesetz» — im Rahmen des Schutzes des Kunden. Aber Trump interessierte sich dafür nicht.

«Wenn die Legende Tatsache wird, drucken Sie die Legende»

Robert Otto schreibt den Brief John P.Williams, in dem über Umstände des Todes von Magnitskij und über Beziehungen mit Brauder erzählt.

Otto sagt, dass die Details in der Geschichte mit Magnitski (insbesondere seine Kontakte mit den russischen Steuerinspektoren) «nur Spekulationen» sind, und fürchtet sich, dass «wir ein Teil des PR-Wagens von Brauder werden».

Otto endet seinen Brief außerordentlich fein: «Hier werde ich die Worte aus dem Film zitieren «Der Mensch, der Liberti Welans erschossen hat»:»Wenn die Legende Tatsache wird, drucken Sie die Legende», schreibt er an Williams.

So erkennt Otto öffentlich an, dass «das Gesetz von Magnitskij» und die Sanktionen gegen Russland aufgrund der Legende angenommen waren, die Brauder verfasst hat. Als Antwort schreibt Williams, dass Otto «wahrscheinlich das Recht betreffs des PR-Wagens von Brauder hat».