Washington. Auch die NATO hat „Flüchtlinge“ jetzt als potentielle Bedrohung auf dem Radarschirm. NATO-Oberbefehlshaber der NATO Philipp Breedlove hat jetzt die Überzeugung geäußert, Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten und Nordafrika „verschleiern die Bewegung” von Terroristen und Kriminellen.

Vor dem Verteidigungsausschuß des US-Senats erklärte Breedlove, daß sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) unter Flüchtlingen „wie Krebs ausbreitet”. IS-Mitglieder würden den Weg des geringsten Widerstandes wählen und dadurch Europa und die USA gefährden.

Allerdings kritisierte der NATO-Chef auch Rußland ausgerechnet wegen seiner intensiven Bekämpfung des IS ­– Rußland habe gegen den IS schwere Bomber eingesetzt  und damit Syriens Machthaber Assad unterstützt. Dies habe „das Problem deutlich verschärft”. Diese Angriffe seien willkürlich gewesen und hätten darauf abgezielt, Syrer zu terrorisieren und in Bezug auf Europa und die Nachbarstaaten „auf Spur zu bringen”. Rußland und das Assad-Regime benutzten Migration als Waffe, um die europäische Einheit und Infrastruktur zu schwächen, unterstellte Breedlove.

Die amerikanischen Bombardements, bei denen allein im Kampf um die letzte IS-Hochburg Raqqa in jüngster Zeit Hunderte von Zivilisten ums Leben kamen, erwähnte der NATO-Chef in diesem Zusammenhang nicht.

 

Quelle: Zuerst