US-Präsident Donald Trump hat in privaten Gesprächen mit amerikanischen Senatoren seine Unzufriedenheit über die neuen antirussischen Sanktionen geäußert, berichtet die Zeitung Politico unter Berufung auf eigene Quellen.

Laut den Senatoren versuchte der Staatschef unter anderem, den Chef des Senatskomitees für Auswärtige Angelegenheiten zu überzeugen, dass der Gesetzentwurf über die Verschärfung der Sanktionen gegen Moskau ein schlechter politischer Schritt gewesen sei.

Außerdem soll Trump betont haben, dass das Dokument verfassungswidrig sei und seiner Präsidentschaft schaden werde. Der Senator sei aber unbeugsam gewesen und habe dem Präsidenten erwidert, der Gesetzentwurf würde von beiden Kongresskammern gebilligt werden.

„Er (Trump – Anm. d. Red.) war eindeutig unzufrieden“, teilte eine Quelle gegenüber Politico mit.

Trump hatte am 2. August ein Sanktionspaket gegen Russland unterzeichnet. Das zuvor von beiden Parlamentskammern abgesegnete Gesetz erweitert die Strafmaßnahmen gegen russische Banken und richtet sich zudem gegen alle Unternehmen, die sich an der Instandsetzung, der Modernisierung oder dem Ausbau russischer Exportpipelines beteiligen. Damit soll vor allem das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 von Russland nach Europa verhindert werden.

Als Gegenmaßnahme hatte Moskau beschlossen, dass insgesamt 755 Mitarbeiter der diplomatischen Missionen der USA Russland verlassen müssen. Damit sinkt deren Zahl auf 455 – das entspricht der Zahl der russischen Diplomaten in den Vereinigten Staaten.

 

Quelle: Sputnik