Regierungssprecher Steffen Seibert hat die jüngste Erklärung von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, der vor Reisen in die Türkei gewarnt hat, kommentiert.

Es sei jedem Bürger selbst überlassen, die Entscheidung über eine Reise in die Türkei zu treffen, betonte Seibert.

„Die Entscheidung über eine Reise in die Türkei, die können und sollen die Bürger selber fällen“, sagte er am Freitag bei einem Briefing. Es gebe Reisehinweise des Auswärtigen Amtes, und es sei sicherlich sinnvoll, diese gründlich zu lesen.

Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes weiter betonte, handelt es sich hier nicht um eine Reisewarnung. „Es kommt auf den Kontext an, es ist nicht so, dass Auswärtiges Amt eine Reisewarnung ausgesprochen hat.“

Gabriel hatte zuvor in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung von Reisen in die Türkei abgeraten. „Man kann das nicht mit gutem Gewissen machen zurzeit“, sagte er mit Blick auf das Risiko möglicher Festnahmen.

Dabei liefen nicht nur Journalisten die Gefahr, festgenommen zu werden, sondern auch andere Menschen. Für die türkische Regierung sei jeder ein Terrorist oder Anhänger der Gülen-Bewegung, der nicht mit Präsident Recep Tayyip Erdogan einverstanden sei, so Gabriel.

 

Quelle: Sputnik