Bundesaußenminister Siegmar Gabriel hat seine Grußbotschaft zum Tag der Unabhängigkeit der Ukraine mit den Grußworten „Slawa Ukraini!“ abgeschlossen, die die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) im Zweiten Weltkrieg genutzt haben. Darauf hat die Online-Zeitschrift „Blauer Bote“ aufmerksam gemacht.

Gabriel postete gestern am Freitag bei Twitter folgende Botschaft: „Heute vor 26 Jahren erklärte sich die #Ukraine für unabhängig. Gratuliere allen Ukrainerinnen und Ukrainern. Slawa Ukraini!“. Die letzten zwei Wörter sind eigentlich die ukrainische Variante des deutschen Nazigrußes „Sieg Heil!“. Der Begrüßungstext wurde auch auf der offiziellen Webseite des Bundesaußenministeriums veröffentlicht. Die Empörung etlicher Twitter-Nutzer ließ nicht lange auf sich warten.

 

„Slawa Ukraini!? Ihr twittert einen Nazi Ausruf? Sollte man sich Sorgen machen?:/ Germany back to the Root’s? I Hope Not!“, schrieb ein Twitter-Nutzer.

Ein anderer User verweist darauf, dass das polnische Außenministerium aus historischen Gründen auf den Nazi-Gruß «Slawa Ukraini!» verzichtet hat.

 

Die ukrainische Variante des deutschen Nazigrußes „Sieg Heil!“ im Zweiten Weltkrieg war „Slawa Ukraini!“. Dazu wurde wie in der bekannten deutschen Version die rechte Hand gehoben. Die Organisation Ukrainischer Nationalisten und die Ukrainische Aufstandsarmee, die mit Hitler paktierten, nahmen diesen Gruß offiziell an.
Diese Parole wurde seit den Protestaktionen 2014 in der Ukraine wieder populär. Sie wird nicht nur von Nationalisten, sondern nun auch von Beamten, darunter von Präsident Petro Poroschenko, genutzt.

 

Quelle: Sputnik