Eine Expedition des russischen Verteidigungsministeriums und des Zentrums für Unterwasserforschung der Russischen Geographischen Gesellschaft hat vor Matua, einer Insel der Kurilengruppe ein altes gesunkenes Schiff entdeckt und untersucht. Der Pressemitteilung der Expedition zufolge handelt es sich dabei um den deutschen Kreuzer „Augsburg“.

„Zunächst nahmen die Forscher an, dass es sich bei dem aufgefundenen Schiff um die ‚Ryou-Un Maru‘ handelt, die die Amerikaner während des Kriegs torpedierten“, heißt es in der Mitteilung. „Bei genauerer Betrachtung hat sich aber herausgestellt, dass das Schiff deutscher Herkunft ist. Auf dem Kennschild, dass die Taucher entdeckten, ist die Beschriftung ‚Augsburg‘ gut erkennbar.“

Der Name deutet auf den deutschen Panzerkreuzer hin, der 1920 im Rahmen von Reparationen an Japan übergegeben worden war. Nun wollen die russischen Spezialisten weitere Erkundigungen bei ihren deutschen Kollegen einholen, um die Entstehungsgeschichte des Schiffs zu erfahren.

Die russischen Fachleute waren bereits Anfang Juni auf Matua gelandet und wollen dort bis September bleiben, um die Gegend genauestens unter die Lupe zu nehmen. Eine ähnliche Expedition unternahm das russische Verteidigungsministerium bereits vor genau einem Jahr, von Mai bis Juli 2016.

 

Quelle: Sputnik

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