Kiew soll davon Abstand nehmen, ein eigens Atomprogramm zu starten. Die Absage an Massenvernichtungswaffen im Einklang mit dem Budapester Memorandum war die richtige Entscheidung. Das sagte der US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, Kurt Volker, in einem Interview für den ukrainischen Sender «Prjamij».

1994 hatte die Ukraine eingewilligt, die von der UdSSR geerbten Atomwaffen an Russland zu überreichen.  Trotz der heutigen Streitigkeiten mit Moskau, hält Volker eine ukrainische atomare Aufrüstung jedoch für eine schlechte Idee.

„Wenn sich die Ukraine nicht zu den Ländern gesellt, die Atomwaffen entsagen, so wäre dies eine falsche Entscheidung. Ich glaube nicht, dass Atomwaffen  etwas Positives für die Ukraine haben. Und ich möchte auch nicht, dass dieser Prozess wiederbelebt wird“, so der Diplomat.

Die Ukraine gab vor über 23 Jahren ihre noch zu Sowjetzeiten angefertigten Atomwaffen auf und übergab diese an Moskau für Sicherheitszusagen aus Russland, USA und Großbritannien. Laut Volker habe sich damals aber niemand das Szenario der Krim-Krise vorstellen können.

Im März 2014 war die Krim wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in der Ukraine, den die meisten Krim-Bewohner nicht anerkannten. Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim weiter als ukrainisches Gebiet.

 

Quelle: Sputnik

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